Wappen von Bangladesch | Flag of Bangladesh

Bangladesch

09.12.2009 - 23.12.2009

 


 

Bangladesch

Bangladesh

Eine Reise nach Bangladesch ist nicht all­täg­lich. Wahrscheinlich kennen sie niemanden, der dieses Land bereist hat. Ich hatte diese einmalige Gelegenheit, weil zwei gute Freun­de dort für zwei Jahre lebten und arbeiteten. Diese Chance habe ich zusammen mit zwei weiteren Freunden genutzt, um sie zu besu­chen und dabei dieses touristisch kaum ent­deckte Land etwas zu erforschen.

Die folgenden Seiten erzählen von den tollen Abenteuern, die wir dort erlebt haben, und die Photos zeigen, wie farbenfroh Bangladesch, eines der ärmsten Länder der Welt, ist.

Reisfelder, wie man sie in Bangladesch überall sieht
Paddy fields as they can be seen everywhere in Bangladesh
Knabe in einem Monipuri Dorf
Boy in a Monipuri village

Probably you don't know anyone who has travelled to Bangladesh. I had this extraor­di­nary opportunity because two good friends had been living and working there for two years. Together with two other friends I took the chance to go there and discovery this country that is hardly known to tourists.

The following pages tell stories of the adven­tures we encountered. The photos show how colorful Bangladesh, one of the poorest coun­tries on Earth, is.

Landkarte von Bangladesch | Map of Bangladesh Reset
G.M.B. Akash - Survivors

In "Survivors" versammelt G.M.B. Akash Por­träts aus zehn Jahren Arbeit. Es ist ein Buch über bemerkenswerte Menschen ganz unten, am Ende der sozialen Leiter. Ein Viertel der Bucherlöse fliesst in sein Hilfsprojekt. Preis: 45 Euro inkl. Versand. Zu bestellen direkt beim Fotografen: akashphoto@gmail.com

G.M.B. Akash's book "Survivors" sums up ten years of his work. It is a book about remarkable people at the very bottom ending of the social ladder. One third of the sales revenue goes to his help project. Price: 45 Euros incl. shipment. Order directly through the photographer: akashphoto@gmail.com

Böhme, Herold, Saam - Bideshi, Begegnungen mit Bangladesch

Kathrin Böhme, Heiko Herold, Dirk Saam:
Bideshi - Begegnungen mit Bangladesch
ISBN 978-3-937603-15-5

 

 

 

Donnerstag, 10.12.2009

Ankunft in Bangladesch

Wer nach Bangladesch reisen möchte, der tut dies ziemlich sicher über den internationalen Flughafen von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Mit Emirates über Dubai war die Verbindung ganz bequem bis zum ersten Landeanflug. Im Dezember gibt es in Bangladesch ziemlich viel Nebel, und wahrscheinlich mangels modernster Infrastruktur am Boden war es dem Pilot nicht möglich, blind zu laden. Zum ersten Mal habe ich es hier mit in einem Grossraumjet erlebt, wie es sich anfühlt, durchzustarten. Nach dem ersten Versuch ging es wieder über die Nebeldecke und nach etwas mehr als zwei Stunden folgte ein zweiter, diesmal erfolgreicher Anflug.

Autos auf der Strasse vom Flughafen ins Zentrum
Cars on the highway from the airport to downtown

Wenn man sich bereits zuhause das Visum besorgt hat, verläuft die Einreise problemlos, allerdings äusserst langsam. Wir warteten sicher zwei Stunden in der Schlange, bevor unser Visum durch die Einreisebehörde kontrolliert worden war. Lustig war es, den Bengalen zuzuschauen, wie sie vor dem Schalter anstehen: Die Männer stehen so eng hintereinander, dass sie sich berühren! Die Frauen hingegen stehen neben dieser engen Reihe.

Wir wurden von einem Pagen und einem Chauffeur des gebuchten Hotels beim Flughafen abgeholt. Unglaublich, aber die beiden haben mehr als vier Stunden am Flughafen auf uns gewartet. Das zeigt bereits ein Detail, das man zum Kulturschock rechnen kann: Arbeit kostet in diesem Land nichts.

CNG sind die Tuk Tuk in Bangladesch
CNG are the tuk tuk in Bangladesh
Thursday, 10.12.2009

Arrival in Bangladesh

Rikschas beherrschen die Strassen
Rikshaws are ubiquitious

Those travelling to Bangladesh will almost certainly arrive at the international airport of Dhaka, the capital of Bangladesh. Our flight with Emirates via Dubai was very comfortable until just before the final approach. It is not uncommon that in December there is lots of fog in Bangladesh. Probably because of missing up-to-date infrastructure at the airport the pilot could not land the plane because of the lack of vision. For me it was the first time that a big plane I was sitting in had to touch and go. After that first try the plane climbed again over the fog and we had to wait about two hours for the second try that was successful.

Kleines Paradies im Zentrum von Dhaka
Little paradise in the center of Dhaka

Immigration is no problem if you got the visa at home. But it is very slow. We had to wait for at least two hours in the queue before the visa had beenn controlled by immigration officers. Funny was to observe the Bengals waiting in the queue: Men are standing so close behind each other that they actually touch the person in front of them! Women on the other side wait in another row.

We were picked up at the airport by two guys of the hotel we had booked in advanced. Unbelievable, but the two guys had been waiting at the airport for more than four hours. That is a first impression that can be counted as culture shock: Work does not cost anything in this country.

Kulturschock

Dass Arbeit und Zeit nichts (oder kaum etwas) kosten, sieht man in Bangladesch überall. Auf Baustellen kommt auf einen Arbeiter ein Beobacher, der zusieht, dass der Arbeiter alles richtig macht. Der Chauffeur wartet stundenlang auf die Gäste. Im Hotel stehen duzende Angestellte bereit, die abwechslungsweise nichts zu tun haben. Alle Menschen sind den ganzen Tag am arbeiten, doch niemand kann sich dabei ein Vermögen anhäufen. Bangladesch gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, die Armut ist an jedem Ort sichtbar.

Auch wir werden photographiert
They take pictures of us as well

Arbeitenden Leuten zuzuschauen ist spannend, weil sie fast alles von Hand machen. Maschinen sind Investitionen, die sich nur die wenigsten leisten können. Viele Menschen, die auf dem Land leben, besitzen nur ein kleines Reisfeld, dessen Ertrag für die Familie reichen muss. Im Umfeld von Städten gibt es auch viele Leute, die sich mit der Abfallverwertung beschäftigen. Vom Zug aus konnten wir Areale sehen, wo gesammelter Abfall getrennt und für die Wiederverwertung gebündelt wurde. Jede Plastikfolie hat hier noch einen Wert, wird sofort wieder in einen Nutzungskreislauf überführt.

Gulshan-2: Wie in einer westlichen Stadt
Gulshan-2 might be in a western city

Auffallend ist, dass man auf den Strassen nur wenige Frauen antrifft. Die meisten sind, wie in muslimischen Ländern üblich, unter einer Burka versteckt. Diese Kleidungsstücke sind sehr farbenfroh gestaltet, was immer schöne Photos ergibt. So würde man erwarten, dass es schwierig ist, in Bangladesch mit Frauen in Kontakt zu treten, und das ist auch wirklich der Fall. Trotzdem kann man versuchen, sie zu fragen, ob man ein Photo machen darf, und normalerweise scheinen sie sich durch die Frage geehrt zu fühlen.

Kinder, die in einem Haus leben
Children living in the same house

Wenn man in einem Land reist, wohin sich selten Europäer verirren, so ist man ein Exote. Das hatte ich auch schon in Madagaskar erlebt. In der Millionenstadt Rajshahi leben zum Beispiel nur etwas mehr als zehn Weisse. Da fällt man wirklich auf. Die Bengalesen haben aber keine Angst vor Kontakten und kommen laufend auf einen zu um zu fragen, woher man komme oder wie man heisst. Sobald man irgendwo stehen bleibt, so bildet sich sofort ein enger Kreis interessierter Bengalen, die nichts anderes machen als uns anstarren. Das muss man einfach locker hinnehmen, sonst wird der Aufenthalt in Bangladesch zur Plage.

Culture shock

Strenge Handarbeit
Heavy manual work

It is obvious everywhere that work and time do not cost anything in Bangladesh, or at least almost nothing. On construction sites there is one observer for each worker, watching if the worker does a proper work. Drivers wait for hours for their guests. There are dozens of employees at hotels, waiting not to do anything. Everyone is working all day, but nobody earns much for that. Bangladesh is one of the poorest countries of the world, poverty can be seen everywhere.

Kichernde Mädchen, die uns sogar Küsse schickten
Giggling girls who even sent us kisses

It is facinating to watch people work because everything they do they do by hands. Machines cost lots of money that only few can afford. Many families who live on the country side only own one small paddy field. It gives them everything they need for the whole family. Close to large cities there are lots of people who work in recycling. From the train we could see areas where collected garbage is separated and prepared for reuse. Each piece of plastic has a value and is meant to be used again.

Die Stromversorgung ist anfällig auf Unterbrüche - wen wundert's
Power supply is not very
reliable, surprising, isn't it

Remarkable is the fact that there are only few women you can see on the streets. Most of them are, as it is normal in muslim countries, covered in burkas. These pieces of clothing are very colorful. So they are a good subject for your photos. Realizing that one would mean that it is very difficult to get a chance to talk to women, which is true. Anyway, you can try to ask them if it is ok to take a picture, and usually they seem to be honoured by that question and give you a go.

Travelling to a country where there are only few Europeans going to you are seen as a real stranger. I had experienced that before in Madagascar. In the megacity Rajshahi for example there only live about ten white people. So you can imagine how outstanding you are. But the Bengals are not afraid of contacts and ask you all the time where you are from or what your name is. When you stop walking there immediately are some locals grouping closely around you and doing nothing than stare. Just take it easy, or you won't enjoy your time in Bangladesh.
 
 
 
 

Wer einen wirklichen Kultur­schock erleben möchte, der kann sich einen Besuch in der Bar des Westin Hotels am Gulshan-2 an­tun. Nach dem Scannen des Rucksacks wie am Flughafen fährt man mit dem Lift in den obersten Stock des Hochhauses, wo in der Bar knapp gekleidete Asiatinnen vor einer Anzahl weisser Männer singt und tanzt. Immerhin hat man auf der Terasse eine Aussicht über Dhaka, bei der man ein Dessert zu westlichen Preisen geniessen kann. Wenn man das Hotel wieder verlässt, so wird man sofort von Bettlern in Empfang genommen.
Looking for a real culture shock? Go and visit the bar of the Westin hotel at Gulshan-2. First your bags are being scanned at the entrance like at the airport. Take the lift to the top floor of the skyscraper where you enter a bar. There are some Asian girls wearing not so much clothes, singing and dancing in front of some white men. At least there is a good view from the terrace over Dhaka, and while enjoying that view you can eat a dessert for which you have to pay as much as in cities like Zürich. Leaving the hotel beggars are waiting for you as they know where you are comming from.
Freitag, 11.12.2009

Old Dhaka

Wir hatten einen Tag eingeplant, um uns Dhaka anzuschauen. Diese Zeit reicht natürlich bei einer so grossen Stadt überhaupt nicht, weshalb wir uns auf Old Dhaka und den Hafen konzentrieren wollten. Old Dhaka ist, wie der Name unschwer vermuten lässt, der alte Teil der Stadt. Hier sind die Strassen in einem undurchschaubaren Wirrwar angeordnet. Jeder Quadratmeter Haus wird durch Leute bewohnt, viele Händler treiben Geschäfte in den engen Gassen, Rikschas klingeln die Fussgänger aus dem Weg.

Christlicher Friedhof in Dhaka
Christian cemetery in Dhaka

Aber auch in diesem geschäftigen Treiben gibt es Oasen der Ruhe. Wir haben an einer Führung der USG Urban Study Group (siehe Infoblock unten) teilgenommen. Zuerst führten sie uns in einen christlichen Friedhof, wo man durch eine Mauer von den grossen Menschenmassen abgeschottet ist. Dieser Friedhof wird noch immer benutzt, das erkennt man an den teilweise sehr neuen Kreuzen über den Gräbern. Viel imposanter sind aber die grossen Mausoleen, die teilweise über hundert Jahre alt sind und wohl aus der Zeit der Kolonisation stammen.

Die USG Urban Study Group ist eine Gruppe von freischaffenden Wissenschaftern, die sich um den Erhalt der historischen Gebäude in Dhaka kümmert. Mit Führungen versuchen sie, die Projekte zu finanzieren.

Tel.: 861 7854, 018 192 484 08
Email: usg.dhaka (at) gmail.com

Flughund mitten in Dhaka
Flying fox / fruit bat in Dhaka

Wie meistens, wenn ich mich auf einer Führung befinde und nicht wirklich mitdenken muss, habe ich in ganz Dhaka nie die Orientierung gefunden. Somit kann ich keine brauchbaren Richtungen liefern. Es war aber nach unserem Besuch des christlichen Friedhofs nicht weit bis zum nächsten, ebenfalls sehr ruhigen Ort, dem Baldah Garden. Dies ist ein botanischer Garten, wo sich spannenderweise viele junge Paare aufhalten. Dies ist der einzige Ort in Bangladesch, wo wir sich küssende Männer und Frauen gesehen haben. Sonst ist das Zeigen von Gefühlen in der Öffentlichkeit tabu.

Rhesusaffe mitten in Dhaka
Rhesus monkey in Dhaka

Im weiteren Verlauf der Führung sind wir kreuz und quer durch enge Gassen in Old Dhaka spaziert und haben regelmässig alte Häuser besucht und besichtigt. Dabei kamen wir den Bewohnern dieser Häuser teilweise so nahe, dass es uns fast schon peinlich war, dass wir so unangemeldet in deren Leben trampelten. Einmal mussten wir zum Erreichen eines hinduistischen Haustempels gar durch die Stube einer Familie gehen. Oder in einem Innenhof war sich der Hausherr gerade am Waschen, als wir eintraten und Photos machten. Das schien diese Leute erstaunlicherweise nicht zu stören.

Nähender Mann auf der Strasse
Sewing man alongside the street

Wann immer wir irgendwo stehen blieben, waren wir sofort im Mittelpunkt. Da muss doch etwas interessantes zu sehen sein, wenn eine ganze Gruppe Europäer in einer Gasse stehen bleibt und über ein verlottertes Haus diskutiert. Lustig war auch noch die Begegnung mit einem Affen, der auf einer Hausmauer sass und uns beobachtete. Statt Füchsen leben in Dhaka Rhesusaffen, die sich wahrscheinlich von Abfällen ernähren. Herumliegen tut jedenfalls genug davon.

Pink Palace beim Hafen Sadarghat
Pink Palace next to Sadarghat harbor

Die Tour mit USG beendeten wir in einem Restaurant, wo wir zum ersten Mal mit den Händen assen. Ist zwar sehr ungewohnt, aber auf jeden Fall den Versuch wert. Danach erkundeten wir auf eigene Faust noch den Hafenbereich und weitere Gassen in Old Dhaka. Zum Abschluss des Nachmittags fuhren wir mit einem CNG zum Hauptbahnhof von Dhaka, um die Tickets für unsere Zugfahrten zu kaufen.

Stoffmarkt in Old Dhaka
Drapery at the market in Old Dhaka
Friday, 11.12.2009

Old Dhaka

Mausoleum

We had planned to stay one day in Dhaka and visit this city. That definitely is not enough time for such a big city, so we had to concentrate on Old Dhaka and the harbor. Old Dhaka is, as its name might make you think, the old part of the city. The streets are positioned in a way that is best called chaos. Every square meter of the houses is inhabited, many salespeople have their small businesses on the streets, rikshaws ring their bells to push pedestrians aside.

USG Urban Study Group is a voluntary research organization campaigning for the conservation of historic areas and heritage properties of Dhaka city. They try to finance their projects with guiding tours.

Tel.: 861 7854, 018 192 484 08
Email: usg.dhaka (at) gmail.com

Baldah Garden

But even in that busy street life there are oasis of peace and quietness. We joined a tour provided by USG Urban Study Group (see info block above). First the led us to an old Christian cemetry where big walls keep the human masses off. That cemetry is still used, you can see that as there are some quite new graves. Most interesting are the mausoleums of which some are several houndred years old and origin in the times of colonization.

As always when I'm walking around in a group and don't have to think about the way, I never understood the street layout of Old Dhaka. So here I can not provide useful information on locations and directions. Anyway we did not walk far after visiting the Christian cemetry to another, also very quiet place: Baldah Garden. It is a botanical garden where - whicht is really surprising - there are lots of couples. It is the only place in Bangladesh where we saw men and women kissing each other. In other places showing feelings in the public is taboo.

Innenhof eines Hauses
Center court of a house

We kept walking seemingly chaotical through the narrow streets of Old Dhaka and visited old buildings from time to time. Often we met the inhabitants of those buildings so close that in a way we were not so comfortable. We didn't give them any notice before stepping in their lives. Once we even had to cross the living room of a familiy just to go to the Hinduistic house temple in their house. Or there was a center court where the husband was just washing himself when we entered and started taking pictures. But somehow they seemed not to care about that.

Whenever we stopped on the street were immediately became the center of the scene. There must be something really interesting when a group of Europeans stops on the street and discusses about a come-down house. Funny was the encounter with a monkey who was sitting on top of a wall and observing us. Instead of foxes there are rhesus monkeys living in Dhaka, most probably feeding from garbage. At least there is enough of it.

The tour with USG stopped in a restaurant where we ate for the first time with our hands. It is a very special way of bringing the food in your mouth, but you should not miss it. It's fun. After that we started off on our own to the harbor area and other streets of Old Dhaka. Finally, at the end of the afternoon we rented a CNG and drove to the main station of Dhaka to buy tickets for the train rides to come.

Hafenanlage Sadarghat

Der Ort in einer Stadt, wo am meisten gehandelt wird und der am umtriebigsten ist, ist meistens der Hafen. So ist das auch in Dhaka, wo die Hafenanlage Sadarghat die Anlegestelle für alle Arten von Booten und Schiffen ist. Kleine Ruderbote werden als Taxis zum Überqueren des Flusses gebraucht, grosse Schiffe verbinden den Hafen mit den anderen grossen Häfen in Bangladesch. Diese Schiffe sind bis zum letzten Winkel mit Menschen und Waren beladen. Leider geht auch regelmässig eines davon verloren, was oft zu grossen Opferzahlen führt.

Am Hafen und in der näheren Umgebung verdienen viele Leute ihr Einkommen, jeder betreibt ein kleines Business. Nur die grossen Schiffe scheinen gemanaged zu sein. Man kann hier den gesamten Kreislauf der gehandelten Waren beobachten, die Anlieferung aus der Ferne, der Verkauf an die Händer und schliesslich auch noch die Verarbeitung von Rohmaterialien.

Wer gerne einen Teil seiner Reise durch Bangladesch auf einem solchen Schiff verbringen möchte, dem sei die Fahrt nach Kulna auf "The Rocket" empfohlen. Man sollte aber aufpassen bei der Buchung der Fahrt, denn die unter diesem Namen fahrenden Schiffe scheinen qualitativ recht unterschiedlich zu sein. Am besten wird man immer in der ersten Klasse fahren, wer das Abenteuer liebt, kann sich natürlich auch fast kostenlos auf dem allgemeinen Passagierdeck breit machen. Wir hatten aus Zeitgründen leider nicht die Möglichkeit, diese Fahrt zu unternehmen.

Cofi 11 ist ein kleines Restaurant im Gulshan-Bezirk von Dhaka, wo wir wegen dem sehr guten Essen gleich zweimal hingegangen sind. Der Humus ist der beste überhaupt!

Harbor area of Sadarghat

Passagierschiffe in Sadarghat
Passenger ships in Sadarghat

Usually the harbor area is the place in a city where most of the trading happens and where there is most on the go. That is true for Dhaka as well. The harbor area Sadarghat is where all kinds of boats and ships arrive. Small rowing boats service as taxis to cross the river, larger ships connect the harbor with the other large harbors in Bangladesh. Those ships are filled to the last corner with people and goods. Unfortunately some of them get lost from time to time, mostly with lots of casualties.

Around the harbor and the connected areas many people earn what they need for a living. They all have their small businesses. Only the very large ships seem to be managed by companies. You can see the whole circular flow of traded goods, arriving from far away, being sold to the salesmen and finally being converted to products.

Those who like to spend some of the time travelling through Bangladesh on one of those boats might consider taking "The Rocket" from Dhaka to Khulna. But be careful when booking the ticket. There seem to be ships of different quality running under that name. The best would be to book first class, unless you like to have a big adventure. Then you could also look for a space on the general passenger deck which would cost you only little more than nothing. We had no time to do this boat ride because of the very limited time we spent in Bangladesh.

Cofi 11 is a small but famous restaurant in the Gulshan area of Dhaka where we went twice be­cause of the excellent food. You can get here the best humus you ever had!

Eisenbahnsystem in Bangladesch

Wie in jedem Land, das vor langer Zeit britische Kolonie war, gibt es auch in Bangladesch ein recht dichtes Zugsystem, das ziemlich gut funktioniert, obwohl man meinen würde, das Rollmaterial sei noch aus der Kolonisationszeit. Für grössere Distanzen zwischen den Städten in Bangladesch ist die Eisenbahn sicher das bevorzugte Transportmittel der wenigen Touristen, denn es gilt als ziemlich sicher. Ausserdem sind die Fahrten viel kürzer und vor allem massiv billiger als mit dem Bus oder Mietauto. Und es gibt einen Fahrplan.

Auch auf dem Dach kann man mitfahren - nicht gratis!
It is an option to ride the train on the roof - but not for free!

Normalerweise wird Touristen in Drittweltländern empfohlen, immer in der ersten Klasse zu fahren. In Bangladesch gibt es zwei erste Klassen, einerseits mit Klimaanlage, andererseit mit Ventilator. Daneben gibt es auch noch eine zweite Klasse mit Ventilatoren, wobei das Öffnen der Fenster wohl effizienter ist. Im Sommer lohnt es sich bestimmt, erste Klasse mit Klimaanlage zu fahren. Wenn man aber im Winter reist und dabei auch noch photographieren möchte, so würde ich eine Fahrt in der zweiten Klasse empfehlen, denn hier kann man die Fenster öffnen, was die Fahrt angenehm macht. In allen Klassen ist jedem Passagier mit dem Ticket ein Platz mit Nummer zugewiesen, die Wagen werden also nicht gefüllt wie beispielsweise in Madagaskar, bis sicher niemand mehr hineinpasst.

Moderner Zug von Dhaka nach Rajshahi
Modern train from Dhaka to Rajshahi

Eine lustige Eigenschaft des Bahnsystems in Bangladesch: Jeder Zug ist eine fixe Kombination aus Rollmaterial und Angestellten. Und diese Angestellten benötigen natürlich auch einmal pro Woche einen freien Tag, um sich zu erholen. Das bedeutet, dass jede Verbindung, die im Fahrplan aufgeführt ist, einmal pro Woche ausfällt.

Train system in Bangladesh

Warten gehört in Bangladesch zum Zugfahren
Waiting is part of the train system in Bangladesh

Like in any other country that was a British colony a long time ago, there is a quite dense train system in Bangladesh. It also works quite well, considering the first impression that the rolling stock might be from colonization times. For travelling larger distances between the cities of Bangladesh the train will most probably the prefered mean of transportation for tourists. It is qualified as very safe. And the long rides are much shorter by train than by bus or rental car, and also very much less expensive. Believe it or not: there is a schedule.

Ventilation in den Wagen der 2. Klasse
Ventilation in the 2nd class waggons

Usually when travelling in third world countries it is recommended to travel first class. There are two kinds of first classes in Bangladesh: one with air conditioning, the other with ventilation only. The second class also has ventilation, but there you can also open the windows which might be more effective. I think that in summer it will be the best to ride first class with air conditioning. But if you are trevelling in winter and like to take pictures during the ride, I'm recommending you to take the second class because there you can open the windows. With open windows the ride is not only comfortable, but also very well suited for photography. No matter which class you take, each passenger has a reservation for a seat with his ticket. So the cars are not filled as long as there is a way to do that like for example in Madagascar.

There is one funny thing about the train system in Bangladesh: All trains are a fixed combination of the rolling stock and the people working in them. And those employees need one day off per week, as you might expect. That means that each connection that you can find in the schedule does not work one day a weak.

Tickets kaufen

Das Kaufen eines Tickets ist ein kleines Abenteuer, wenn man nicht nur eine Fahrt benötigt. Zumindest im Hauptbahnhof von Dhaka gibt es für jede ausgehende Bahnlinie und Klasse einen eigenen Schalter. Geht man also zuerst an den Schalter für die Fahrt erster Klasse nach Srimongol, um zu erfahren, dass der Wagen ausgebucht ist. Also muss man zum Schalter zweiter Klasse wechseln, wo man dann das Ticket erhält. Es gibt aber auch Fahrplanwechsel, und ein solcher fand exakt während unserem Aufenthalt statt. Leider konnten die Bahnangestellten im voraus noch keine Informationen zum neuen Fahrplan geben, sodass wir erst am letzten Tag vor der Fahrt unsere Tickets kaufen konnten. Für Fahrplaninformationen gibt es natürlich nochmals einen separaten Schalter.

Hauptbahnhof von Dhaka
Dhaka main station

Einmal mehr waren wir sehr dankbar, dass unsere Kollegen dieses System bereits kannten und ein wenig in Bengali kommunizieren konnten. Meistens gibt es aber auch Leute, die genügend Englisch können, um zu helfen. Wenn man genügend Zeit hat, so kann man sich sicherlich problemlos durchschlagen.

Zweiter Ticket-Schalter
Second ticket booth

Die Wagen werden in bengalischen Buchstaben angeschrieben, die Plätze sind nummeriert. Diese Zahlen entsprechen leider nicht unserem System, und es gibt sogar noch Verwechslungsmöglichkeiten (die 4 sieht aus wie unsere 8). Weil die Leute, die sich eine Bahnfahrt leisten können, aber eher gut verdienende Bengalen sind, sind diese normaler­weise auch genügend gebildet, um bei Sprach­problemen helfen zu können.

Buying tickets

Erster Ticket-Schalter
First ticket booth

Buying tickets is an adventure by itself if you are planning to travel further than just to a station along one line. At least at the main station of Dhaka there is a booth for each line starting or passing there and for each class as well. So you first go to the first class booth for Srimonol just to be informed that the train is fully booked. So you have to go to the second class booth where you get the tickets. Consequently there are also changed of the schedule each year, and that happend exactly while we were travelling in Bangladesh. Unfortunately the guys of the train company could not provide information about the future schedule in advance so we had to book our tickets on the last day before the train ride. You won't be surprised anymore: There is another booth for informations about the schedule.

Schalter für Informationen über den Fahrplan
Information booth for questions on the schedule

Happy we were that our friends already knew this system and could communicat in Bengal language. Usually there are people around that can help you in English. If you have enough time there is always a way to organize what you need.

The cars are written with Bengal letters, the seats are numbered. Unfortunately, the numbers are different than our system, and there are even different numbers that are written the same way (the 4 looks like our 8). But because people travelling by train are usually the ones that have education there is always someone who can translate and help with language problems. So again: don't worry.

Unterwegs mit der Eisenbahn

Man sollte unbedingt genügend Zeit für die Fahrt an den Bahnhof einrechnen, denn insbesondere in Dhaka hat es fast immer Stau auf den Strassen. Nach der Ankunft beim Bahnhof wird man sich erst einmal einen Platz auf dem Perron suchen, wo man das Gepäck deponieren kann. Am besten entfernt man sich dafür etwas vom Eingang, denn am Rand hat es wie immer etwas weniger Leute. Trotzdem wird es nur Sekunden dauern, und alle Leute, die in der Umgebung stehen, beginnen einen Kreis um uns zu bilden. Es gibt ja eigentlich nichts zu sehen, ausser einer Gruppe von Weissen, aber so denken wir. Für die Bengalen sind wir die Sensation des Tages, sie machen Photos von uns und fragen uns woher wir sind.

Einfahrt des Zuges nach Srimongol
Arrival of the train to Srimongol

Wenn dann nach langer Wartezeit der Zug mit Verspätung eintrifft, so beginnen sich alle Leute kreuz und quer zu bewegen, die meisten mit dem Ziel, in einen Wagen einzusteigen. Diesen Moment kann man nutzen, um ein paar interessante Photos zu machen, denn schliesslich hat man einen reservierten Platz (das System funktioniert wirklich!) und der Zug hält genügend lange. Wenn man aber ein Ticket zweiter Klasse hat, so muss man sich wehren, nicht in die erste Klasse gedrängt zu werden, denn die Bengalen können sich nicht richtig vorstellen, dass man sich den Luxus nicht gönnen möchte, oder nicht leisten kann.

Die Bahngleise sind auch Spazierwege
The tracks are just great for walking

Sobald der Zug losfährt, kommen auch bereits die ersten Händler, die ihre Waren verkaufen möchten. Man kann fast alles kaufen was man möchte, oder eben nicht möchte. Ein Händer hat Bücher mit Schnur zu einer riesigen Beige gebunden, darunter auch solche in englischer Sprache und Kinder- und Schulbücher. Ein anderer verkauft Lebensmittel, Getränke und Snacks. Die Angestellten der Eisen­bahn selber verkaufen Tee und Kaffee, die in edlen Tassen serviert werden. Bezahlen muss man das erst vor der Ankunft.

In den Wagen wird Tee verkauft
Tea is sold in the train waggons

Auf der Fahrt von Rajshahi nach Khulna hatte ich wie auf jeder Fahrt Lust auf einen Tee. Im Abteil waren wir vier Weisse, aber nur ich bestellte einen Schwarztee mit Zucker (rotscha). Mit der Hand habe ich auch klar gezeigt, dass ich genau einen Tee wünsche. Der Verkäufer hat diese an sich klare Information durch seine eigene Intuition verändert: Weisse trinken nicht den billigen Tee, sondern den teuren Kaffee. Ausserdem sind da vier Leute, und die haben doch sicherlich alle Durst. Also hat er vier Kaffees gebracht. Schade nur, dass ich der einzige war, der Kaffee überhaupt nur gerne hat. Als es dann ums zahlen ging, wollte er 80 Taka für vier Kaffees statt 6 Taka für einen Tee. Ich habe ihm dann einen Kaffe bezahlt, schliesslich habe ich den auch getrunken, weil er aber eigentlich auch noch den Rest haben wollte, blieb er sicher zehn Minuten stehen um auf mehr Geld zu warten. In solchen Situation muss man einfach stur bleiben, denn sonst werden sie das mit jedem Touristen machen. Ich möchte aber auch betonen, dass dies das einzige Mal war, wo ich mich irgendwie betrogen fühlte.

Vor den Barrieren stauen sich in Bangladesch nicht die Autos, sondern Fussgänder und Rikschas
In Bangladesh it is not the cars but pedestrians and rikshaws that are queueing at the crossings

Mir hat das Bahnfahren sehr viel Spass gemacht, ich bin schliesslich auch zuhause täglich mit dem Zug unterwegs. Eine Spezialität muslimischer Länder wurde mir aber auf der Fahrt von Srimongol zurück nach Dhaka zum Verhängnis: Neben mir war gemäss Reservation ein Mädchen platziert. Das war aber absolut unmöglich. Deshalb musste ich meinen Platz bei meinen Kollegen dem interkulturellen Frieden zuliebe aufgeben und mich weiter weg setzen, damit das Mädchen neben seinem Bruder sitzen konnte. Wieso nicht sein Bruder neben mir sitzen konnte, war mir nicht wirklich klar, jedenfalls war diese Fahrt ziemlich einsam.

Brücke über den Brahmaputra
Bridge crossing Brahmaputra

Unsere Zugfahren in Bangladesch:

Riding a train

An jedem Bahnhof warten Verkäufer mit ihren Waren
At each station there are sellers

Take your time for travelling to the railway station. Especially in Dhaka there is very often congestion on the streets. After your arrival at the railway station you want to look for a place along the track where you can put down you luggage. I'm recommending you to find a spot that is far from the entrance as there are less people. Nonetheless it will only take seconds and anyone else waiting in that area will start building a circle around you and your group. Can you imagine anything more interesting than a group of white foreigners? They seem to think like that which is not bad, but surprising. The Bengal are very nice, and for them we can be the sensation of a day. They will take pictures of you with their cell phones and ask you where you are from.

Nach der Ankuft geht alles sehr schnell
After the arrival everything happens very fast

When finally the train arrives after some waiting and with a delay everyone starts moving, zig-zagging, doing businesses or entering waggons. Use this moment to take some fantastic pictures. You have a reserved seat so there is no hurry (the system really works!). The train is waiting long enough, at least at the larger stations. If you have a ticket for the seconds class some people might show you the way to the first class. It is hard for them to understand that you are not wanting to travel first class, assuming that you have enough money to buy that luxury.

Tücher werden auf den Gleisen zum trocken ausgelegt
Clothes are being laid on the tracks for drying

Just after the train has left the station the first guys selling stuff start walking through the waggon. You can buy almost everything you want or rather don't want. On of that guys is carrying a huge stack of books that are fixed together with a rope. Some of those books are in English or for children or students. Another guy sells food, drinks and snacks. The employees of the train company sell tea and coffee. It is served in beautiful china. You have to pay for that drinks at the end of the ride.

While driving from Rajshahi to Khulna I wanted to drink a tea. We were four white sitting in the same compartment, but only I ordered one black tea with sugar (rocha). I used my thumb to show the guy that I was ordering exactly one tea. Using his own intuition the guy reinterpreted my order the following way: White men do not drink cheap tea but rather the expensive and exquisite coffee. Second, there is not just one guy sitting in that compartment but rather four of they, and they must all be thirsty. So he brought us four coffees. Too bad that I was the only one who actually likes to drink coffee. When he came back for the payment he wanted 80 taka for four coffees instead of 6 taka for one tea. I paid him the coffee I had drunk, but he kept waiting for the rest for at least ten minutes. In situations like this you really have to be stubborn (although that 80 takas are almost nothing for us) because otherwise he will do that with all tourists. Here I want to point out that this was the only time someone tried to cheat on me.

Als Photograph muss man auch etwas riskieren...
Photographers have a risky job...

I very much enjoyed riding trains in Bangladesh. Ok, I'm very much used to that from home where I'm commuting by train to work. But one special fact in muslim countries happend to me on the ride from Srimongol to Dhaka: Given the reservation number a girls should have been sitting next to me. That was absolutely impossible. So after some discussions I hade to give up my seat next to my friends for the sake of the intercultural peace. So the girl could sit next to its brother. Why the brother could not sit next to me stayed a miracle for me. Anyway that train ride was quite lonely.

Our train rides in Bangladesh:

Landschaften

Die Eisenbahn fährt erstaunlich schnell, insbesondere wenn man bedenkt, dass immer auch ein paar Leute auf dem Dach mitfahren. Trotzdem hat man genügend Möglichkeiten, die Landschaften Bangladeschs zu geniessen und mit der Kamera festzuhalten. Grosse Teile dieses Landes sind ganz einfach flach. Wenn es eine Steigerung von absolut flach gäbe, so wäre diese eine treffende Beschreibung für Bangladesch. Das ist natürlich der Hauptgrund, weshalb es alljährlich zu riesigen Überschwemmungen kommt, sobald der Monsun einsetzt. Es gibt nur die Dämme, die den Wassermassen einigermassen Widerstand leisten können. Die Hütten der ländlichen Bewohner sind meistens auf künstlichen Hügeln gebaut, damit sie nicht durch das Wasser weggeschwemmt werden.

Reisfelder beherrschen die Aussicht
Rice paddies are the main features

Die Landschaft wird geprägt durch Reisfelder. Wir haben aber auch viele Senffelder gesehen, zu dieser Jahreszeit gut erkennbar an den gelben Blüten. Auf den Feldern und auch sonst überall sieht man immer viele Leute bei der Arbeit, selten mit mechanischer Unterstützung. Es hat auch stets ein paar Kühe, die sich ihren Weg durch die Feucht­gebiete in den Reisfeldern suchen.

Interessant ist auch, wie die Geleise der Eisenbahn genutzt werden. Meistens sind sie mehrspurig, aber es macht den Anschein, dass immer nur ein Gleis genutzt wird, denn die anderen werden beispielsweise zum Wäschetrocknen gebraucht. Wie Teppiche werden die Kleider in der Sonne ausgebreitet. Ebenso ausgebreitet wird der geerntete Reis, wo immer eine geteerte Strasse verläuft. Die Autos fahren darüber hinweg, die Leute laufen darauf, und jemand wird den Reis dann irgendwann mal essen.

Landscapes

The trains are running surprisingly fast, especially if considering that some people decided to sit on the roof of the cars. But nonetheless there is enough chance to enjoy the landscapes of Bangladesh through the windows and take pictures. Large parts of the country are just flat as flat can be. If there were a word for something that is more than flat that word would very well describe major parts of Bangladesh. This is the main reason why every year there are immense floodings during the monsoon season. The only resistance agains the water are the dams. The huts of the people living in rural areas are often built on top of small artificial hills so they are not flown away when the water comes.

The landscape is dominated by rice paddies. We could also see many fields of moutarde, easily identifiable by their yellows flowers. On the fields and everywhere else there are lots of people working all the time. Mostly they are working with their hands, not having support by mechanical means. There are also many cows finding their way through the wet systems of the rice paddies.

Interesting is also in what ways the tracks of the railway system are used. Mostly there is more than just one track but it seems that only one of them is used by the trains. The others are used for e.g. drying clothes in the sun. Clothes are laid out like carpets. Rice is laid out the same way whereever there is a street built of concrete. The cars don't mind, driving over the rice. People walk through the rice, and someone will finally eat it.

Andere Verkehrssysteme

Grundsätzlich wird in Bangladesch alles für Personen- und Warentransporte genutzt, was sich bewegen lässt. Fahrräder sieht man allenthalben, eine enorm wichtige Rolle spielen aber auch Rikschas. Verschiedene Varianten von Rikschas erfüllen spezielle Aufgaben. Rikscha van nennt man Transport-Rikschas. Es gibt aber auch Kehricht-Rikschas, die den Müll transportieren. Oder Minarett-Rikschas, die über einen grossen Lautsprecher die Sänge des Muezins unter die Bevölkerung bringen.

Fahrrad aus chinesischer Produktion
Bicycle made in China

Der motorisierte Verkehr wird durch die CNGs (Compressed Natural Gas) dominiert, mit Gas betriebene Kleinfahrzeuge, in denen hinter den aus Sicherheitsgründen vergitterten Türen neben dem Fahrer bis zu fünf Leute Platz finden. Die Regierung hat diese Fahrzeuge in der Vergangenheit unter­stützt, weil durch die Gasmotoren weniger Partikel entstehen und somit weniger (offensicht­liche) Umweltverschmutzung. Den Preis sollte man immer im Voraus abmachen. Es gibt zwar Taxometer, aber meistens kommt man erstaun­licherweise billiger weg, wenn man einen Fixpreis vereinbart. Verlässt man sich auf das Taxometer, so muss man bedenken, dass der angezeigte Preis nicht der zu zahlende ist, denn seit der Kalibrierung dieser Geräte ist der Sprit-Preis gestiegen, und deshalb gibt es noch einen Multiplikator.

Totale Konzentration des CNG-Fahrers
Total concentration of the CNG driver

Für grössere Distanzen wird man als Tourist typischerweise ein Auto und einen Fahrer mieten. Auch hier sollte man den Preis vorher vereinbaren. Dafür wird meistens ein Kilometerpreis vereinbart. Also bei der Abfahrt den Tachometerstand notieren. Wenn man das macht, so weiss der Fahrer auch gleich, dass er sich fair verhalten muss. Autofahren ist mindestens ebenso gefährlich wie Busfahren. Die Gefahr, dass der Fahrer jemanden anfährt, ist sehr gross. In diesem Fall ist Fahrerflucht aber Pflicht, denn der Mob wäre lebensgefährlich. Besser fährt man zum nächsten Ort und versucht über eine Kontaktperson (notfalls das Konsulat) das Problem zu regeln.

Fahrzeuge werden beladen, soviel irgendwie geht
Vehicles are being packed as much as somehow possible

Das letzte wichtige Fortbewegungsmittel ist die Schifffahrt. In einem Land mit so viel Wasser ist das nicht weiter erstaunlich. Grosse Passagierschiffe verbinden die grossen Städte und Regionen, kleinere Boote verbinden die Ufer der Flüsse. Auf den Flussarmen im Delta des Bengalischen Meeres in den Sundarbans sind viele Fischer tagelang auf ihren Booten unterwegs, zwischen dem Meer und den grossen Hafenanlagen wie in Khulna ausserdem riesige Hochseeschiffe.

Kleine Boote dienen als Flusstaxis
Small boats are used as river taxis

Other traffic systems

Die meisten Leute sind ohne Motor unterwegs
Most people do not use the power of a motor

In Bangladesh, whatever has wheels is uses for the transportation of people and goods. There are lots of bikes everywhere, but nonetheless important are rikshaws. Of them there are different kinds, each fullfilling another special requirement. Rikshaw van is the name of transportation rikshaws. There are even garbage rikshaws collecting and transporting waste. Or minarett rikshaws, having fixed a big loudspeeker at the steering and playing the singing of the muezin for the people who like or do not like hearing that.

Verzierung eines CNG
Decoration of a CNG

Motorized traffic is dominated by CNGs (Compressed Natural Gas), small vehicles running on gas. For security reasons the windows and doors are protected by a fence. They provide seating for the driver and up to five people. In the recent past, the government supported this kind of vehicles because the gas motors produce less particles and by that less (visible) air pollution. Try to fix the price in advance. There are taxometers, but surprisingly it is usually cheaper to fix the price. If you agree on the use of the taxometer don't forget that there is a multiplicator to the shown price. The reason is that since the calibration of the taxometers the price for gas has risen quite a lot, so you have to pay more than is shown.

Traktor als öffentlicher Verkehr
Tractor used for public transportation

For longer distances, as a tourist you will most probably hire a car and driver. As with the CNGs, fix the price in advance. That is a price per kilometer and the paying for the driver. So note the kilometers shown before you start. Seeing that the driver also knows that there is no space not to be fair. Driving a car is at least as dangerous as riding a bus. The probability that the car hits a person is very high. In this case do not attempt to stop. That would be very dangerous as the people might attack you. It is better to drive to the next village or larger town and to try to call a contact person (maybe even the consulate of your country) and solve the problem from a save distance.

Überlandbusse gelten als sehr gefährlich
Overland buses are supposed to be very dangerous

In a coutry like Bangladesh where there are so many waterways it is not surprising that the most important means of transportation are ships of any kind. Large passenger vessels connect the big cities and regions, small boats connect the corresponding sides of the rivers. Along the rivers in the delta of the Bengal Sea in the Sundarbans many fishermen travel on their small boats for days. On the rivers between the open sea and the big harbors like the one in Khulna there are huge ships travelling to other countries.

(Vegetarisch) Essen in Bangladesch

Zum Essen geht man als Tourist entweder in ein Restaurant (falls man eines findet) oder man kauft an einem Stand eine Mahlzeit. Das und die Tatsache, dass man gut darauf achten sollte, was man isst, dürfte jedem klar sein. Spannend ist für Europäer, dass hier nicht mit Stäbchen gegessen wird, sondern mit den Händen. Deshalb gilt es vor dem Essen, immer zuerst die Hände zu waschen. Seife habe ich auf jeder Toilette gefunden, und man sollte sie unbedingt gebrauchen. Gegessen wird immer mit der rechten Hand, denn die linke Hand braucht man auf der Toilette.

Im Lonely Planet über Bangladesch steht, dass es für Vegetarier nicht so einfach sei, adäquates Essen zu finden. Das ist eine weitere Ausssage in diesem Reiseführer, die ich nicht bestätigen kann. In keinem einzigen Restaurant, aber auch nicht auf dem Markt hatte ich Probleme, mich fleischlos zu ernähren. Man ist zwar meistens ziemlich eingeschränkt in der Auswahl, oft wird man Reis und Dhal (Linsengericht) essen. Dazu kann man auch Gemüse bestellen. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist Naan, ein Fladen­brot, das exzellent zu Curries passt und in diversen Variationen erhältlich ist.

Reis, Dhal und Früchte zum Dessert
Rice, dal and fruits as a dessert

Auf dem Markt haben wir mehrfach Samosas gekauft. Auch diese Teigtaschen gibt es in diversen Variationen. Allerdings schmeckten nicht alle so gut, wie wir erhofft hatten. Eines war sogar süsslich. Glücklicherweise trafen wir jedes Mal auf einen Händler, der einigermassen Englisch sprechen konnte, denn von aussen sieht man ja nicht wirlich, was drin steckt. Gesundheitlich sind Samosas kein Problem, denn sie sind frittiert.

Getreide auf dem Markt Rajshahis
Grain at the marked in Rajshahi

Preislich hängt es enorm davon ab, wo man isst. In Dhaka assen wir jeweils in etwas besseren Restaurants, was oft pro Person zwei Euro oder mehr kostete. Am meisten bezahlten wir im Westin Hotel für ein Dessert, das mehr kostete als in einem Zürcher Lokal. Andererseits konnten wir für rund 50 Eurocent Samosas für vier Personen kaufen, nach denen wir alle genügend satt waren.

Samosas sind nahrhaft und extrem billig
Samosas are nourishing and extremely cheap

Nicht verpassen sollte man übrigens die Desserts. Die Bengalen loben sich als die besten Bäcker der Welt. Ob das stimmt müssen sie selber aus­probieren. Tatsache ist, dass man überall Süssigkeiten findet. Am besten geschmeckt hat mir ein Reisdessert, dessen Name mir leider entfallen ist. Die Reste des Gebäcks, das wir uns für eine Zugfahrt gekauft hatten, assen in Srimongol während der Nacht die Mäuse (implizit war das ein Tipp, das Essen während der Nacht nicht auf dem Boden stehen zu lassen, auch wenn es in Papier eingepackt ist).

(Vegetarian) Food in Bangladesh'

Gegessen wird von Hand
Food is eaten by hand

As a hungry tourist you will probably go to a restaurant (if you can find one) or buy something to eat on the street. That might be obvious as well as you should be careful about what you eat. Interesting or even unexpected for Europeans is that people in Bangladesh do not eat with chopsticks but with their hands. So the first thing before eating is washing your hands, always. There was soap in all washrooms, you should use it. Use your right hand for feeding yourself, the left one is used on the toilet.

The Lonely Planet guide on Bangladesh writes that it is quite difficult to find proper vegetarian food. That is another information in that book that I can not confirm. Although there are seldom many options, there always is dal (lentils) and rice. Complimentary you may order some veggies. Also very much recommendable is naan, a Indian style bread that matches very well to curries and can be bought in different variations.

Gemüse auf dem Markt in Rajshahi
Veggies at Rajshahi market

On the markets we sometimes bought samosas. These dough pockets are available in many variations as well. But not all of them tasted as we had them expected to. One was sweet. We were happy that every time we got to a merchant who knew some English. Otherwise you might have problems identifying your food. Samosas are no problem for your health as they are fried. The general rule is that fried food is good.

Gemüsehänder in Rajshahi
Vegetables seller in Rajshahi

The cost of food very much depends on the location. In Dhaka we usually went to quite highly priced restaurants, costing us about two euros or more for each person. The most we ever paid was for a dessert in the Westin Hotel. It cost more than it would have in a place in Zürich. On the other hand we bought samosas so that four people were really sat, and that only cost about 50 euro cents.

You should not miss desserts in Bangladesh. Bengals call themselves the best bakers of the world. Try out yourself if that statement is true. Fact is that you can buy sweeties anywhere. I liked most a rice dessert, but unfortunately I forgot its name. By the way: the left overs of the cake we had bought for a train ride were eaten by mice in Srimongol during the night (this implicitly was a tip not to store food on the floor during the night, especially if it is packed in paper).

USA126.6 kg
Australia117.6 kg
Austria109.1 kg
Spain107.2 kg
Cyprus104.4 kg
New Zealand104.0 kg
Germany83.3 kg
Democratic Republic of Congo4.62 kg
Burundi3.66 kg
Bangladesh3.14 kg

Jährlicher Fleischkonsum je Einwohner (2005); Quelle: FAO.
Annual meat consumption per capita (2005); Source: FAO.

 

Samstag, 12.12.2009 -
Montag, 14.12.2009

Ankunft in Srimongol

Die Zugfahrt nach Srimongol dauerte eigentlich mit rund vier Stunden gar nicht so lange, denn schliess­lich war es die erste Zugfahrt in Bangladesch und die Umgebung noch entsprechend interessant zu betrachten. Je näher wir kamen, desto weniger blockierte der Nebel die Weitsicht. Auffallend ist aber auch die Veränderung der Landschaft, die bei Srimongol recht hügelig ist. Man befindet sich auch nicht mehr auf Meereshöhe. Angst vor dünner Luft muss man aber trotzdem nicht haben, für einen Schweizer ist das hier noch immer unerreichbar tief gelegen.

Bahnhof in Srimongol
Train station in Srimongol
Saturday, 12.12.2009 -
Monday, 14.12.2009

Arrival in Srimongol

Srimongol

The train ride to Srimongol lasted for about four hours. We didn't think it was very long because it was our first ride in Bangladesh and the view was still somehow new and interesting. The closer we cam the less fog restricted our view. Impressing was also the change of the environment, becoming quite hilly close to Srimongol. Also the height is not sea level anymore. But you don't have to bother about the amount of air as it is still much lower than any places in Switzerland.

Leben im Dorf der Manipuri-Minderheit

Am Bahnhof von Srimongol wurden wir durch Ananda Mohan Sinha abgeholt. Er ist der Besitzer der Eco-Cottage, wo wir uns telephonisch angemel­det hatten. Sein Haus liegt im Dorf Uttar Baligaon. Wir hatten angenommen, dass dies ganz in der Nähe von Srimongol sei, und auch gleich beim Lowacherra Nationalpark, den wir neben den Teeplantagen besuchen wollten. Während der Fahrt mit dem Jeep in sein Dorf merkten wir, dass die Distanzen doch etwas grösser sind. Wir brauchten sicher mehr als eine halbe Stunde auf der zu Beginn ganz gut ausgebauten Hauptstrasse, gefolgt von einer Fahrt über Dämme.

Nishorgo Nandan Eco-Cottage
Mr. Ananda Mohan Sinha
Uttar Baligaon

Telephon: +88 - 0171 - 1731 551

Zwei Zimmer mit je einem Dop­pel­bett, mit Dusche und WC. Alle Mahlzeiten inbegriffen.

Im Dorf angekommen, wurden wir sofort zur Sensation. Während wir unsere Zimmer bezogen, kamen alle Kinder des Dorfes und wollten unbedingt sehen, wer da angekommen ist. Zuerst waren sie noch ziemlich schüchtern, guckten durch den Bambuszaun und das Gebüsch, später kamen sie bis zum Eingang der Eco-Cottage und scheuten sich auch nicht mehr, bis zu uns zu kommen.

Es war bereits Mittag bei unserer Ankunft, unser Hunger wurde aber sofort durch ein exzellentes Essen gestillt. Reis, Curry, Dal und frittiertes Gemüse liessen unsere Herzen höher schlagen. Zum Nachtisch gab es frische Mini-Bananen. Nachdem wir gegessen hatten, wurden die Reste ins Haus gebracht, wo dann wahrscheinlich noch die Frau und die Kinder davon essen durften. In solchen Momenten hat man oft ein schlechtes Gewissen, aber so ist die Gastfreundschaft in vielen asiatischen Ländern.

Ananda Mohan Sinha, kurz Ananda, ist Mitglied der hinduistischen Minderheit der Manipuri. Rund 40'000 Manipuri leben in der Region um Sylhet in Bangladesch. Ananda war Minderheits-Vertreter seiner Region bei der Regierung in Dhaka. Er scheint in seinem Dorf und der näheren Umgebung sehr geachtet zu werden, wir bekamen den Eindruck, dass mit ihm zusammen alles möglich ist. Zuerst hatten wir noch Angst, dass er uns keine Minute alleine lassen werde, doch schliesslich hat er uns vieles ermöglicht, was wir sonst nicht gesehen hätten.

Bienen in Anandas Wohnzimmer
Bees in Anandas living room

Zuerst zeigte uns Ananda sein Dorf. Zu Fuss spazierten wir bis ans andere Ende, besuchten die Schule und einen Tempel. In einem so abgelegenen Dorf ist es sehr still, die Menschen sind alle auf dem Feld am arbeiten. Mangels Maschinen ist das meistens harte Handarbeit. Wir genossen das sehr, konnten viele wunderschöne Photos von den Menschen und der durch Reisfelder geprägten Landschaft machen. Hier fanden wir auch die Ruhe, an einem Ort viele Details zu erkunden. Wenn wir irgendwo Tiere sahen (Geckos, Frösche, Spinnen, Mäuse), so waren die Kameras sofort im Anschlag.

Über Kinderarbeit wird in Bangladesch nicht gesprochen
Nobody would talk about children work in Bangladesh

Ananda nennt fast alle Leute seine Brüder. Wir hatten irgendwann Zweifel, dass da überall verwandtschaftliche Verhältnisse bestehen. Bei der Rückkehr von den Teeplantagen am späten Nach­mittag hat er uns in das Haus seiner Schwester geführt. Dieses besteht aus zwei Räumen, einer Küche und einem Wohnraum. Im Wohnraum gibt es im Boden eine handgrosse Vertiefung, eine Gebets­stelle. Ansonsten ist der Raum kahl, enthält nur einen Tisch und zwei Bänke. Trotzdem kann man sehen, dass es den Leuten hier nicht schlecht geht. Ananda meinte voller Stolz, dass es unter seinen Leuten keine Bettler gäbe.

Living in a village of the Monipuri minority

Ananda Mohan Sinha was waiting at the station to pick us up when we arrived. He is the owner of an eco cottage that we had booked in advance on the phone. His house is in the village Uttar Baligaon. We were expecting that this village were close to Srimongol, and also close to the Lowacherra National Park that we wanted to visit besides the tea plantations. While driving in the jeep we realized that it was much further away. It took us at least half an hour on the quite well kept main street, followed by the drive over dams.

Nishorgo Nandan Eco-Cottage
Mr. Ananda Mohan Sinha
Uttar Baligaon

Phone: +88 - 0171 - 1731 551

Two rooms, each with one double bed, attached bathroom with sho­wer and toilet. All meals included.

Wasserbüffel
Water buffalo

When we arrived at the village we immediately became a sensation. While we had a first look at our rooms all the children of the village came to Anandas house and wanted to see who had arrived. At the beginning they did not come very close, rather spyed through the bushs and a bamboo wall. Later they came all the way to the entrance of the eco cottage and even close to us.

It was around lunch time already when we arrived. We didn't have to worry about being hungry as excellent food was served immediately. Rice, curry, dal and fried vegetables made us very happy. Mini bananas were the dessert. After lunch the rest was brought inside where we thought the family was allowed to eat the rests. That gave us a strange feeling, but that seems to be an expression of hospitality in asian countries.

Ananda Mohan Sinha, short Ananda, is member of the hinduistic minority of the Monipuri. About 40'000 Monipuri live around Sylhet in Bangladesh. Ananda was minority representative of his region at the government in Dhaka. He seems to be highly esteemed in that region, everyone knows him and we got the impression that everything is possible if he is around. At the beginning we were a little afraid that he would never leave us alone, but finally we could do and see lots of great things that would not have been possible without his help.

Gecko an der Decke in unserem Schlafzimmer
Gecko at the ceiling of our sleeping room

First Ananda showed us his village. We walked all the way to the other end, visited the school house and a temple. It is very quiet in a village that far off anything. All the people are working on their fields. Missing motorized utilities field work is very hard. We enjoyed that very much and took lots of beautiful pictures of the people and the environment that is dominated by rice paddies. We had enough time to inspect many details of the village. When we discovered animals (geckos, frogs, spiders, mice) the cameras were immediatly ready.

Ananda calls most people his brothers. After a while we suspected that there were not always familiar boundings. When we returned from the visit of the tea plantations in the late afternoon he brought us to the house of his sister. It consists of only two rooms, one of them is the kitchen, the other the living room. In the living room there is a hole of the size of a hand that is used for praying. Besides that the room is very empty, there are only on dish and two benches. But still one can see that the people's live here is not too bad. Ananda told us very proudly that there were no beggars around his people.

Kinder des Dorfes beim Spielen im Stroh
Children of the village playing in the straw

Betelnüsse

Viele Bengalen haben auffallend rotes Zahnfleisch. Was auf den ersten Blick wie eine Krankheit aussieht, ist das Resultat des suchthaften Kauens der Betel­nüsse (Frucht der Betelpalme), zusammen mit gelöschtem Kalk eingerollt in Blätter des Betel­pfeffers. Das soll gegen Müdig­keit wirken. Der Kalk hilft, dass die Wirkstoffe schnell ins Blut übergehen, greift aber das Zahn­fleisch an und führt zur gut sicht­baren Schädigung. Betelnüsse sind toxisch und führen bei hoher Dosis zum Tod.

Betel nuts

Many bengals have red gingivas that you can see on first sight. What might look like a desease is the result of the regular biting of betel nuts (the nut of the betel palm) together with chalk rolled in the leaves of the betel pepper. It is said that this helps against tiredness. The chalk supports the fast transfer of the active sub­stances in the blood, but it attacks the gingiva and results in the well visible destruction. Betel nuts are toxic, high doses lead to death.
 

Teeplantagen und Teeproduktion

Für uns gab es zwei Gründe, in diese Region zu reisen: Den Lowacherra Nationalpark und die Teeplantagen. Gleich zweimal besuchten wir eine Teeplantage, die erste am Nachmittag unserer Ankunft. Sie umgibt den wunderschön gelegenen Madhobpur Dam, einen künstlich angelegten See, der der Bewässerung der Teeplantage dient.

Madhobpur Dam

Vom Parkplatz her wanderten wir auf den Damm. Dieser künstliche See wird von den Einheimischen als das Paradies von Bangladesch bezeichnet. Es ist wirklich ein sehr schöner Ort. Gerade wenn sich die Sonne langsam dem Horizont zuneigt, ist die Lichtwirkung der grünen Teeplantagen und Bäume zusammen mit dem blauen Wasser und hoffentlich blauen Himmel unglaublich. Vom Damm wanderten wir weiter auf den linken Hügel, auf dem sich ein Unterstand für ein Picknick befindet.

Frauen holen im See Wasser
Women getting water from the lake

Von diesem Hügel her hat man einen exzellenten Ausblick über die umliegenden Hügellandschaften und natürlich auf den darunterliegenden See. In der Umgebung wird überall Tee angepflanzt. Es gibt in dieser Region rund 150 Teeplantagen, die zusammen jährlich mehr als 55 Millionen Kilogramm Tee produzieren, auf einer Fläche von über 40'000 Hektaren.

Teeplantage
Tea plantation

Anschliessend wanderten wir vom Hügel hinunter zum See und an dessen Ufer entlang zurück zum Damm und zum Parkplatz. Da wäre noch eine Fabrik, doch die zu besichtigen ist nicht erlaubt. Aber wir kennen ja Ananda, und siehe da, kaum taucht er auf dem Platz auf sind wir drinnen. Sogar Photos können wir machen, obwohl wir da bis zum Schluss nicht ganz sicher waren, ob das wirklich erlaubt war.

Arbeiterin in der Teeplantage
Worker at the tea plantation

Die Teeproduktion wird auf der Plantage abgeschlossen: Die Teeblätter werden auf den Feldern angepflanzt und gepflückt, anschliessend in die Fabrik transportiert und dort in mehreren Arbeitsschritten maschinell zuerst getrocknet, danach zerhackt und fermentiert. Das Resultat ist natürlich ein Schwarztee, denn etwas anderes wird nicht getrunken. Die Anlage ist fast identisch wie diejenige, die ich vor einigen Jahren in Madagaskar besucht hatte, einfach ein bisschen grösser.

Nahaufnahme einer Teepflanze
Close-up of a tea plant

Am zweiten Tag in Shrimongol haben wir noch eine weitere Plantage besucht. Dort sagten wir dem CNG-Fahrer, dass wir zu Fuss weitergehen möchten, was er kaum glauben wollte. Ananda stieg dann ebenfalls aus und hatte scheinbar sogar Spass daran, mal etwas mehr zu sehen als aus dem CNG heraus. Im Anschluss fuhren wir zu einem Café in der Nähe, wo man geschichtete Tees bestellen kann. Erstaunlicherweise sind diese Schichten so stabil, dass man sie separat trinken kann.

Maschinen in der Teefabrik
Machines of the tea production line

Tea plantation and tea production

Fischernetz am Ufer des Madhobpur Dam
Fishing net at the bank of Madhobpur Dam

There were two reasons for us why we wanted to travel in that region of Bangladesh: The Lowacherra National Park and the tea plantations. We visited two tea plantations, the first of them during the afternoon after our arrival. It is situated around the beautiful Madhobpur Dam, an artificial lake that is used for the watering of the tea plantation.

Seerose im Madhobpur Dam
Water lily in Madhobpur Dam

Starting at the parking we walked onto the dam. The people of Bangladesh call this artificial lake the paradise of their country. It really is a very photogenic place. Especially when the sun is about to set the colors of the green plantation and the trees contrasts with the blue water and the hopefully blue sky. From the dam we proceeded walking to the top of the hill to the left side where there is a pagoda you could use for a picknick.

Setzlinge der Teepflanze
Seedlings of the tea plant

Standing on the top of that hill you can enjoy the excellent view around the surrounding hills and especially the lake below. All the region is used for the production of tea. There are about 150 tea plantations that produce more than 55 million kilograms of tea each year. The area is more than 40'000 hectares.

Afterwards we walked down to the lake and along its border back to the dam and the parking lot. There is the tea production factory, but it is not allowed to visit it. But we know Ananda, don't we? And see, the moment he arrives there we can go in. We could even take pictures, or at least we did, not knowing if it was really allowed. But nobody complained.

Tea production is completed on the ground of the tea plantation. Tea leaves are grown and cultivated, picked and brought to the factory where they are finished in several steps. First drying, afterwards chopping and finally fermantation. The result is, as you mighe have expected, black tea. They won't drink any herbal teas. The factory is very similar to the one I visited in Madagascar some years ago, just a bit larger.

Tee mit fünf unterschiedlichen Schichten
Tea consisting of five different layers

The second day in Shrimongol we visited another tea plantation. There we told the CNG driver that we liked to walk through the plantation. He hardly believed what he had heard. Ananda finally followed us as well and even seemed to have fun seeing more than we would have through the CNGs windows. Afterwards we drove to a café not far away where they sell layered teas. I found it amazing that the layers don't mix and you can even drink them one after the other.

Sonntag, 13.12.2009

Einiges weiter entfernt als gedacht, aber im CNG in ungefähr einer halben Stunde vom Dorf der Monipuri erreichbar, befindet sich der Lowacherra Nationalpark. Neben den Teeplantagen ist dies für Reisende der zweite Grund, um diese Region zu besuchen. Fast schon unerwartet befindet man sich in einem Regenwald, ein ganz anderer Anblick als wir ihn bisher in Bangladesch erlebt hatten.

Spinnennetze prägen den Regenwald
Spider webs are ubiquitious

Der Besuch des Nationalparks ist nur zusammen mit einem Führer erlaubt. Wie meistens in solchen Wäldern ist das auch die einzige Möglichkeit, den Weg sicher zu finden. Der Führer wird über das Nationalparkzentrum organisiert, wo man auch die Gebühren für den Eintritt bezahlen muss. Ananda hatte für uns aber alles im voraus organisiert, der Führer stand beim Parkeingang bereit und bezahlt haben wir erst am Ende der Tour beim Erreichen des Nationalparkzentrums. Das hat uns vor der Wanderung durch den Nationalpark den Gang zum Zentrum erspart.

Grosse Spinne (ca. 10cm)
Big spider (about 10cm)

Die Wege durch den Regenwald sind einfach zu begehen, jedenfalls muss man selten Angst haben, das Gleichgewicht zu verlieren. Das ist auch praktisch, denn die grosse Aufmerksamkeit wird man eher nach oben richten wollen, zumindest wenn man ein wenig arachnophob ist. Überall hat es eindrückliche Spinnennetze, in deren Zentrum riesige, mindestens 10cm grosse Tiere auf Beute warten. Alle paar Meter muss man sich bücken, um nicht in ein solches Netz zu laufen. Dafür lohnt es sich, ein gutes Makro-Objektiv oder entsprechende Ausrüstung dabei zu haben. Das Licht ist im Wald allerdings relativ knapp, was auch das Mitbringen eines Stativs bedingen würde.

Grosse Spinne (ca. 10cm)
Big spider (about 10cm)

Der Regenwald ist nicht so dicht, wie ich das in Madagaskar oder Costa Rica erlebt habe. Es gibt aber eine vergleichbare Artenvielfalt der Pflanzen. Wie immer in solchen Wäldern muss man aber ganz genau schauen, um die Unterschiede sehen zu können. Auf den ersten Blick ist halt alles grün und hat Blätter, wenigstens für Nicht-Biologen. Geht man etwas näher ran, so entdeckt man auf allen Stämmen kleinere Pflanzen und Pilze, die sich diesen Stand für eine bessere Position zunutze machen oder diese parasitisch ausnutzen.

Bambus
Bamboo

Tiere gibt es im Vergleich zu den anderen Ländern, die ich besucht habe, relativ wenige. Wir haben zwar viele Spinnen gesehen, von Säugetieren gibt es aber viel weniger Spuren. Gehört haben wir eine Art von Hirschen, die bellen. Tief drinnen im Wald entdeckten wir schliesslich noch Langschwanz Makaken, eine Affenart mit einem wirklich imposanten Schwanz. Eigentlich soll es hier vier verschiedene Arten Affen geben, die anderen konnten wir aber leider nicht entdecken. Ausserdem schien der Führer nicht so erfreut ob dem langsamen Vorwärtskommen mit so faszinierten Photographen, und versuchte im letzten Abschnitt etwas Tempo zu machen.

Langschwanz Makak
Long-tailed Macaque

Schliesslich erreichten wir dann doch noch das Nationalparkzentrum, wo wir noch den Führer und den Eintritt bezahlen mussten. Es gibt dort auch eine Toilette, aber ohne Licht und ohne Türe. So mussten wir halt für die Frauen "Wache stehen", damit sie beruhigt die Geschäfte erledigen konnten. Mit etwas Glück sieht man gerade die Eisenbahn vorbeifahren, was mitten im Wald ein schönes Photo geben könnte. Wir waren leider etwas zu langsam in der Reaktion. Mit dem vollbesetzten Bus fuhren wir zurück zur Hauptstrasse, wo unser CNG-Fahrer bereits auf uns wartete.

Langschwanz Makaken
Long-tailed Macaques

 

Sunday, 13.12.2009
Spinne mit Hörnern
Spider with horns

A little farther away than we had expected, but reachable within about half an hour from the village of the Monipuri, there is the Lowacherra National Park. For many travellers this national park is the second reason besides the tea plantations to visit this reagion. A little unexpected you find yourself in a rainforest, a different sight than what we had seen so far in Bangladesh.

Lowacherra Nationalpark
Lowacherra National Park

Visiting the national park is only allowed together with a guide. Usually that is also good because otherwise you might get in trouble finding the path in the forest. The guide can be organized through the national park center where you have to go anyway to pay the entrance fee. Ananda had organized everything for us in advance, our guide was waiting at the park entrance. So we could pay the fee at the end of the tour when we finally reached the national park center. Like that we saved the long way to the center before hiking in the forest.

Blüte des Regenwaldes
Flower in the rain forest

The trails in the rainforest are easy walking, or at least you don't have to be afraid that you might fall. That is very handy because you will want to pay your full attention to what is above you, at least if you are a little arachnophobic. There are immense spider webs everywhere, huge spiders (at least 10cm) sitting in their centers, waiting for prey. Every few meters you have to duck so you don't walk into one of those webs. This also means that it is a good idea to bring a good macro lens with you, or adequate equipment. There is not so much light in the forest, so bringing a tripod might be another good idea.

Photographieren im Regenwald
Taking pictures in the rain forest

The rainforest is not as dense as the ones I visited in Madagascar and Costa Rica. There is a similar variety of plants growing here. As always in such forests on first sight everything is just green leaves, at least for non-biologists, so have a close look and detect the differences. Go close and discover little plants or fungis growing on the trees of other plants. They use them as a stand or as parasites.

Langschwanz Makak
Long-tailed Macaque

In comparison to other countries I visited there are much less animals. We saw many kinds of spiders, but only little signs of mammals or other large animals. We could hear a kind of deer that barks. After a long walk, deep in the forest, we finally discovered a family of long-tailed macaques. These monkeys have a exceptionally long tail. There should be four different kinds of monkeys in this national park, but we were not so lucky to find them. Also our guide seemed not to be very happy that we were so slow, taking pictures all the time. He finally tried to make us walk faster.

Langschwanz Makaken
Long-tailed Macaques

Finally we reached the national park center where we had to pay for the tour and the guide. There is a toilet, but it does not have light nor a lock. So we guys had to "stand guard" while the women were doing their businesses. With some luck you can see a train passing the center in the forest. Might give a good picture. Unfortunately our reaction was too slow, and the train went by. We took a crowded bus back to the main road where the CNG driver was already waiting for us.

Langschwanz Makaken
Long-tailed Macaques

 

Internationales Badminton-Turnier

Dies ist die wohl lustigste Geschichte unserer Reise. Da kommen wir in ein Dorf der Monipuri-Minderheit, beziehen unsere zwei Zimmer in Eco-Cottage von Ananda Mohan Sinha, sitzen an den Tisch, um das sofort bereitgestellte Mittagessen zu geniessen. Da kommt meinem Reisepartner Philippe plötzlich der Gedanke, dass in Bangladesch doch überall Badminton gespielt wird. Er fragt Ananda, ob das auch hier im Dorf der Fall sei. Dieser ist einen Moment etwas verlegen, und gesteht dann ein, dass zur Zeit kein Feld existiere.

Erstellung des Badmintonfeldes
Creation of the badminton court

Pech gehabt? Nein, nicht in Bangladesch. Ananda mobilisiert sogleich seine vielen Brüder (wir waren nie wirklich sicher, wer hier wie mit wem verwandt ist), und der Bau des neuen Badmintonfeldes wird in Angriff genommen. Mit einem Messband wird am nächsten Tag auf einem geernteten Reisfeld gleich bei der Eco-Cottage das Spielfeld ausgemessen. Kleine Gräben werden entlang der Feldgrenze gezogen und mit weisser Farbe markiert. Der Platz selber wird plattgetrampelt, damit das Stroh nicht mehr so stechend aufsteht. Ein altes, verschlissenes Netz wird aufgespannt.

Ansprache vor dem ersten Spiel
Speech before the start of the turnament

Bis zum Einbruch der Nacht wird hart gearbeitet, zum Abschluss noch ein langes Stromkabel aus unserem Zimmer über die Strasse hinweg bis ans Spielfeld gezogen, um die Beleuchtung zu speisen. Natürlich werden die Kabel unter Strom angeschlossen. Gleichzeitig wird das Netz geflickt, bevor wir nach unserem Nachtessen zum Spielfeld laufen, wo sich bereits das ganze Dorf versammelt hat.

Strahlender Sieger des Männerduells
Happy winner of the mens game

Jetzt hält Ananda gar eine Ansprache, spricht von der Ehre, dass hier ein Tournier zwischen Bangladesch und den weithergereisten Schweizern stattfinden kann. Diese Ansprache hält er auf Englisch, keine Ahnung, wer ausser uns das verstanden hat. Damit Bangladesch auch gut vertreten ist, hat er aus einem entfernten Dorf einen weiteren Bruder organisiert, der sehr gut spielen kann. Und wie die meisten von uns erwartet haben, übernehmen die Bengalen im Männerduell auch sogleich die Führung und lassen den Schweizern keine Chance, auch nur ein paar Punkte zu holen.

Harter Kampf um jeden Punkt
Fighting for every point

Auch für das Frauenduell wurde die Topspielerin aus der Region organisiert. Diesmal ist aber das Team aus der Schweiz im Vorteil und gewinnt 2 : 1. Trotzdem werden sie durch die Dorfbevölkerung mit Zurufen angefeuert. Nach dem Spielen gehen alle müde nach Hause und sind glücklich über das Erlebte. Und wir haben gelernt, was wahre Gastfreundschaft bedeutet.

International Badminton Turnament

Installation der Beleuchtung - unter Strom!
Installation of the lighting - under current!

This is the most funny story of our holidays. There we are, arriving in a village of the Monipuri minority, moving into the two rooms of the eco cottage owned by Ananda Mohan Sinha, sitting around a table and enjoying the prepared lunch. Suddenly my friend Philippe has the idea that Badminton is played all around Bangladesh. He asks Ananda, whether they are playing Badiminton in his village, too. He does not reply immediately, is a bit abashed and finally tells us that there is no field at the moment.

Wer vorher lacht, der wird es auch nachher tun
Who is smiling before it will be smilling afterwards

Bad luck? Not at all if you are in Bangladesh. Ananda organizes his brothers (we were always wondering if they really all were relatives), the construction of the Badminton field can start. The next day, using a measuring tape they construct a perfect playing field on a old rice field next to the eco cottage. Small rills are excavated around the field, filled with white color. The paying field itself is stamped down for that the straw does not puncture the feet anymore. An old, worn out net is mounted.

Fiebernde Zuschauermenge
Excited spectators

They are working for the construction of the playing field until the evening. Finally a long power line is drawn from our room to the field, passing the street. It energizes the lighting. You would have imagined, the cables are connected under current. At the same time two guys are repairing the net. After dinner, when we walk to the place, everyone from the village is already there.

Strahlende Siegerinnen des Frauenduells
Happy winners of the womens game

Ananda is holding a speech, talking about the honor that this turnament between Bangladesh and the far travelled Swiss can happen in his village. The speech is in English, no idea who besides us can understand it. For the honor of Bangladesh he organized another brother from a distant village who is a very good player. And as most of us had expected the Bengal team is leading from the beginning. The Swiss don't have a chance for more than just a few points.

For the women double they had organized their best players of the region as well. But this time the Swiss team is winning 2 : 1. Nonetheless the spectators were shouting encouragement for the Swiss girls. After the turnament everyone went home, happy about what was experienced. And we had learnt what hospitality really means.

Dienstag, 15.12.2009 -
Freitag, 18.12.2009

Die Zugfahrt von Srimongol nach Rajshahi war lange, einen ganzen Tag länger als geplant. Erstmals hatten unsere Kollegen versucht, an einem Tag zwei Zugstrecken zu kombinieren, zwei Stunden Umsteigezeit in Dhaka waren im Fahrplan eingerechnet. Gerade bei der Einfahrt konnten wir den anderen Zug noch sehen, leider bereits auf seinem Weg aus der Stadt hinaus. Also über­nachteten wir nochmals in Dhaka, verloren dadurch zwar einen Tag unserer Ferien, aber das war nicht weiter schlimm.

Wunderschön bemalte Rikschas
Beautifully painted rikshaws

Die Fahrt nach Rajshahi dauerte nochmals fünf lange Stunden, diesmal in der ersten Klasse, wo wir die Fenster nicht öffnen konnten. Bei der Ankunft warteten bereits hunderte Rikscha-Fahrer auf uns, wir wollten aber mit unserem ganzen Gepäck den Service eines Rikscha-Vans in Anspruch nehmen. Deren Ladefläche ist zwar nicht so bequem wie die Sitze der anderen Rikschas, aber wir konnten uns an die grossen Rucksäcke lehnen und die Beine hängen lassen. Bald waren wir am Wohnort unserer Kollegen angekommen und staunten über das grosse Haus, das sie bewohnten. Unsere Basis für die nächsten Nächte und der eigentliche Grund, nach Bangladesch zu kommen, war erreicht.

Umzug zum Befreiungstag
Procession at Victory Day
Tuesday, 15.12.2009 -
Friday, 18.12.2009
Rikschas, Rikschas, Rickschas, ...
Have you seen any rikshaws?

The train ride from Srimongol to Rajshahi took longer than we had planned, a whole day actually. For the first time our friends had tried to combine two trains in one day, two hours for changing trains in Dhaka were scheduled. Just when we arrived in Dhaka we could see the other train pass by, on its way off the city. So we stayed another night in Dhaka, lost one day of our holidays, but that was no problem at all.

Nur nicht lange suchen, um gefahren zu werden
Do not search too far for transportation

The ride to Rajshahi took another five long hours. This time we travelled first class where you cannot open the windows. When we arrived there were hundrets of rikshaw drivers waiting for us and the other travellers. We decided that we wanted to take a rikshaw van. The loading space is not very comfortable in comparison to the seats of the normal rikshaws, but we could lean against our backpacks and let our legs hang from the platform. After a short time we finally arrived at our friends place and were astonished about the size of the house they were living in. We had reached the basis for the next nights and the actual reason to travel to Bangladesh.

Ufer des Padma (Ganges)

Die Millionenstadt Rajshahi ist auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten von Bangladesch. Hier hat man aber gar nicht den Eindruck, sich in einer Grossstadt zu befinden. Die Stadt liegt am Ufer des Padma. So wird der aus Indien kommende Ganges in Bangladesch genannt. Am Ufer des Padma gibt es sogar so etwas wie eine Erholungszone, die man sicher besuchen sollte, wenn man sich in dieser Stadt aufhält. Es gibt sogar Sitzbänke, die wir für zum Essen der Samosas genutzt haben. Und übrigens: Es gibt auch einen McDonalds - oder wenigstens ein Lokal, das so angeschrieben ist.

Waren werden am Ufer umgeladen
Goods are transshipped at the river bank

Bank of Padma (Ganges)

Flusstaxi zum Queren des Padma (Ganges)
River taxis for crossing the Padma (Ganges)

The city of Rajshahi where more than one million people live is the capital of the province of the same name in northwestern Bangladesh. But we never had the impression to be in a big city. It is located at the border of the river Padma. That is how the river Ganges, comming from India, is called in Bangladesh. Surprisingly, there is a relaxing area along the river that you might want to visit if you are spending some time in this city. There are benches that we used while eating samosas for lunch. By the way: There is a McDonalds - or at least a place that is called like that.

Seidenfabrik in Rajshahi

Das wohl einzige Produkt aus Bangladesch, das wir in Europa kennen, sind Stoffe und die daraus produzierten Kleider. Fast jede grosse Kleiderkette verkauft solche Produkte, ich habe selber unter meinen T-Shirts auch mehrere gefunden. Die Produktion dieser für den Export bestimmten Kleidungsstücke findet in abgeschlossenen Fabriken statt. Die dort arbeitenden Schneider sind wahr­scheinlich die einzigen mit Ausbildung, denn der Export verlangt beste Qualität. Die Besitzer dieser Fabriken gehören zu den wenigen Reichen im Land, dass sie ihre Arbeiter wenigstens angemessen entlöhnen bleibt zu bezweifeln.

Eier der Seidenspinner (bombyx mori)
Eggs of the silkmoths (bombyx mori)

Rajshahi ist eines der Zentren der Seiden­produktion. Wir haben eine solche Fabrik besucht. Für Kunden gibt es hier auch eine kleine Ausstellung, wo man den Werdegang der Seide anschauen kann. Alles beginnt mit den Eiern des Seidenspinners - oder war zuerst der Falter? Wie auch immer, der Seidenspinner ist ein Falter, aus seinen Eiern schlüpfen die Seidenraupen und essen sich zuerst einmal fett, bevor sie sich zu Kokons verpuppen. Es wurde uns erklärt, dass die Kokons aus Indien weiss seien und somit wertvoller als die gelblichen aus Bangladesch.

Verpuppte Seidenraupen (Kokon)
Pupulated silkworms (cocoon)

In der Puppe findet natürlicherweise die Metamor­phose zum Falter statt, damit der Kreislauf von neuem beginnen kann. Der Kokon befindet sich aber auch im Interesse des Menschen, denn mit viel Geschick kann man daraus Seide produzieren. Sie werden in heissem Wasser aufgekocht, damit die Tiere sterben und die Seide weich wird. Die Arbeiterinnen in der Fabrik schaffen es irgendwie, den Anfang der Seide in diesen Kokons zu finden und fädeln diesen in die Maschinen ein. Aus den Fäden von vielleicht einem Dutzend Kokons wird ein Faden Seide hergestellt, der für unser Auge noch immer sehr dünn ist.

Aufkochen der Kokons
Cooking of the cocoons

Dass es in diesen Fabriken Maschinen gibt, zeigt bereits, dass hier auch Geld verdient wird. Diese erste Maschine erzeugt grosse Spulen mit Seidenfäden. Diese werden danach zur Webmaschine gebracht, die aus den einzelnen Fäden einen Stoff webt. Dieser Bereich der Fabrik ist sehr laut, man hört nur noch die Technik, die rasend schnell Stoffe produziert. Nur wenn man ganz genau hinschaut, sieht man das Schiffchen mit dem Faden in der Maschine hin- und herflitzen. Muster werden über mechanische Computer pro­grammiert, Lochkarten enthalten den Programm­code.

Arbeiterinnen beim Aufrollen der Fäden
Workers supporting the rolling up of the threads

Ganz zum Schluss werden die Stoffe noch gefärbt, was Männerarbeit zu sein scheint. Alle vorangehenden Arbeiten werden durch Frauen erledigt. Im Obergeschoss der Fabrik hat es einen grossen Laden, wo man die Stoffe kaufen kann. Die Farben haben mich abgeschreckt, etwas zu kaufen. Sie passen zwar sehr gut in diese Region der Welt, aber bei uns in Europa würde man sich niemals mit solchen Kleidern auf die Strasse getrauen.

Speicher mit dem Programm der Webmaschine
Memory that contains the program of the weaving machine

Silk factory in Rajshahi

Raupen des Seidenspinners
Silkworms

Probably the only produce of Bangladesh that we know in Europe is drapery and clothes produced from them. Almost any clothing chain sells such products. I found some of my t-shirts are comming from Bangladesh. The production chain of such goods for export is located inside sealed factories. The people working there are probably the only ones with education as export requires the best quality. The owners of those factories are amongst the very few rich men of Bangladesh. I don't expect them to pay a lot to their employees.

Seidenspinner als Falter
Silkmoths

Rajshahi is one of the centers of the silk production. We visited one silk factory. There even is a small exhibition for visiting customers where they show the whole production chain of silk. At the beginning there are the eggs of the silkmoths - or is it rather the moth? Anyway, the silkmoth is a moth, out of his eggs come the silkworms who eat as much as possible before they pupulate. They told us that the cocoons from India are white and by that more valuable than the yellow or golden ones from Bangladesh.

Die Fäden werden sehr schnell aufgerollt
The threads are rapidly rolled up

In the nature inside the cocoon the metamorphosis to the moth happens, and the circle can start again. But the cocoon is also the thing people are most interested in. With lots of experience you can produce silk of them. They are cooked in hot water until the animals have died. The workers (all of them are women) in the factory somehow handle to find the beginnings of the threads in the cocoons and introduce them in the machine. Using the threads of about a dozen cocoons one thread of silk is produced. Even then it is still very thin and can hardly be seen.

Webmaschine
Weaving machine

The fact that there are machines in the factories is a sign that they earn lots of money. The first machine puts the threads together on large rolls. The rolls are brought to the weaving machines that weaves drapery from the silk threads. This section of the factory is very noisy, you can only hear technology, working at very high speed. Only if you look very close you can identify the ship running from side to side with the thread. There are programs controlling the mechanical computers. programmed on sheets of paper with small holes.

Arbeiterin an einer Webmaschine
Worker at a weaving machine

The final step is the coloring of the drapery which seems to be mens work. All the preceeding steps are womens work. On the upper floor of the factory there is a large sales room where you can buy the products. I didn't like the colors so I didn't buy anything. They might match perfectly to the people of this part of our planet but in Europe noone would ever walk around like that.

Markt von Rajshahi

Teilweise hat hier der Lonely Planet recht: Der Markt ist ein Paradies für Photographen. Falsch ist leider die Information, auf welchen Markt man dafür gehen soll. Zum Glück waren wir mit unseren privaten, lokalen Führern unterwegs und verloren keine Zeit mit der Suche des richtigen Marktes. Hier gibt es tatsächlich unendlich viele Gelegenheiten für wunderschöne Photos, ich würde liebend gerne tagelang hier verbringen und die besten Motive suchen. Das wäre fast schon einen erneuten Besuch von Bangladesch wert.

Stoffladen am Markt von Rajshahi
Drapery at the market of Rajshahi

Die Geschichte mit dem Stoff geht hier weiter. Ein ganzer Sektor des Marktes besteht aus Läden, wo bis zur Decke Stoffe gestapelt sind. Die Wahl ist riesig, entspricht farblich aber nur bedingt meinem Geschmack. Wenn man sich ein Hemd oder eine Hose nähen lassen möchte, so kauft man sich hier den Stoff und geht anschliessend ein paar Meter weiter zu einem Schneider, der die Masse nimmt und sich danach an die Arbeit macht. Die Qualität sowohl der verkauften Stoffe als auch der Näharbeit lässt aber ziemlich zu wünschen übrig. Dafür kostet es natürlich auch nicht viel.

Ein Schneider präsentiert stolz seine Arbeit
A dressmaker proudly presenting his work

Während sich meine Kollegen Stoffe zeigen liessen und auch ein paar Meter kauften, machte ich mich alleine auf den Weg durch die angrenzenden Gassen. Der Markt ist fast vollständig überdacht, sich zu verirren wäre nicht schwierig. Wie überall in Bangladesch sind die Menschen sehr stolz, photographiert zu werden. Sie drängen einen regelrecht dazu, und mit einer Spiegelreflex-Kamera fällt man natürlich auf. Schon nach kurzer Zeit musste ich meinen Memory-Chip wechseln. Lustig ist hier auch der Einsatz eines Fischaugen-Objektivs, mit dem man trotz der Enge alles auf ein Photo kriegen kann.

Hühner kauft man lebendig - das Fleisch ist frisch
Chicken are bought alive - their meat is fresh

Die einzelnen Sektoren des Marktes sind thematisch organisiert. Es gibt den Stoffmarkt, den Fleisch­markt, den Fischmarkt, den Gemüsemarkt, den Gewürzmarkt und auch noch einen Bereich mit All­tagsgegenständen wie Tonwaren und Teppichen. Auf dem Fleischmarkt stehen die Ziegen ange­bunden und die Hühner in engen Körben gesammelt herum. Wer Fleisch kauft, kann wählen, welches Tier er möchte. Das wird dann auf Wunsch gleich geschlachtet. So ist es wirklich frisch, aber man muss halt ertragen können, woher Fleisch wirklich kommt.

Händler und Kunden sind ausschliesslich Männer
Traders and customers are mostly men

Das grösste Erlebnis war der Fischmarkt. Noch viel mehr als sonstwo wollten hier die Händer auf die Photos gebrannt werden. Jeder sammelte die besten Exemplare seines Standes und teilweise auch jener der Nachbarn und präsentierte voller Stolz. Manche lachten dabei sogar, was man selten sieht. Aus einem unerklärlichen Grund schauen die Menschen immer äusserst streng in die Kamera. Das ist kulturell bedingt, ich habe aber keine Ahnung wieso.

Ein Fischhänder präsentiert seine Waren
A fish trader presenting his goods

Wenn ich in der Schweiz in einem Supermarkt gezwungen bin, durch die Fleischabteilung zu laufen, so stört mich immer der intensive Gestank (sorry, ich bin Vegetarier). Das war hier auf dem Markt erstaunlicherweise gar nicht so. Entweder war ich so stark mit photographieren beschäftigt, oder es gibt wirklich viel weniger Düfte in der Luft. Das ist natürlich ein gutes Zeichen, denn stark riechen tut bekanntlich eher schlechte Ware.

Teppiche und andere Alltagsgegenstände
Carpets and other stuff

Meine weiteren Favoriten auf einem Markt sind wegen der schönen Farben immer auch der Gemüsemarkt und die Gewürze. Gemüse und Früchte gibt es viele Arten, die wir in Europa nicht kennen. Kürbisse in unbekannten Formen, Früchte in allen Farben, Grössen und Formen, aber auch importierte Waren wie Äpfel und Trauben. Besoners toll soll die Mango-Saison sein, wo man diese Früchte kiloweise kaufen und naschen kann.

Gewürze ergeben immer farbenfrohe Photos
Spices are always colorful pictures

Market of Rajshahi

Stoffe für Hemden
Drapery for shirts

Partially it is correct what you can read in the Lonely Planet guide book: The market is a paradise for photographers. Wrong is the information which market it is. Fortunately we were travelling with our private, local guides and did not loose any time looking for the correct market. Really, there are infinite chances to take beautiful pictures. I would love to spend days here and look for the best motives. It would be worth to go to Bangladesh a second time for that.

Beim Schneider
At the dressmarker's

The story of the drapery continues here at the market. A whole sector is shops that are stuffed with drapery all the way to the ceilings. The choise is immense, but as I said before it does not really match my favourites. If you like to buy a shirt or trousers just buy the drapery you like and walk a few meters to the next dressmaker. He will measure your size and start working. The quality of the drapery and also the dressmaking work is not so good, unfortunately. But it doesn't cost much, eighter.

Importierte Äpfel am Fruchtmarkt
Imported apples are sold at the fruit market

While my friends inspected the drapery and bought some meters I started to walk around the closest sectors The marked is mostly under a roof, it would not be surprising to loose ones track here. As anywhere else in Bangladesh people like it and are proud if you take a picture. The actually ask you to take a picture, and those few who carry an SLR are seen from far. After a short time I had to change the memory chip. Funny is also to use a fisheye lens. It allows to bring much of the narrow shops to the pictures.

Gemüsemarkt - nach Gewicht
Vegetables - sold by weight

The different sectors of the market are organized thematically. There is the drapery market, the meat market, the fish market, vegetables market and the one for spices. Another sector is for hardware like pottery and carpets. At the meat market there are goats standing around and chicken are packed together in boxes. Those who buy meat first have to choose the animal. It is slaughtered immediately and the customer can take the meat home. Like that it is really fresh. But you must be able to take the truth where meat comes from.

Biggest fun was the fish market. Even more than at the other sectors the traders wanted me to take pictures. They collected the best fish they could find at their own booth as well as at the neighbors one and proudly presented it for the pictures. Some were smiling what you can see seldom. For a reason I don't know people in Bangladesh always look very stiff into the camera. It must have a cultural reason.

Betelnüsse
Betel nuts

When I am in a supermarket in Switzerland and have to walk along the meat section I always hate the intensive smell there (sorry, I'm vegetarian). Surprisingly here at the open market it is different. Eighter I was so much into taking pictures or there really are less smells in the air. This is a clear sign that the goods are fresh as bad smells usually come from bad goods.

Tonwaren
Pottery

My other favourites at a market are the vegetable market and the one with spices. It is because of the phantastic colors. There are many kinds of fruit and vegetables that cannot be bought in Europe. Pumpkins of shapes we don't know, fruits of all colors, sizes and shapes, but also imported goods like apples and grapes. It is said that the best season is the mango season when you can buy and eat them in huge amounts.

Donnerstag, 17.12.2009

Autofahren in Bangladesch

Für diesen ganztägigen Ausflug haben wir ein Auto mit Fahrer gemietet, denn das ist die einzige Möglichkeit, von Rajshahi nach Paharpur zu kommen. Autofahren gehört zu den gefährlichsten Unterfangen, die man als Tourist in Bangladesch machen kann. Auf den Strassen gibt es enorm viel Verkehr (hauptsächlich Rikschas und Fussgänger), und alle werden durch die Schlaglöcher gezwungen, oft auf der Gegenfahrbahn oder zumindest zick-zack zu fahren. Am schlimmsten ist es in der Nacht, und leider dauerte unsere Fahrt bis in die erste Nachtstunde hinein. Unser Fahrer hatte als fast einziger Licht, wie er die anderen Verkehrsteil­nehmer gesehen hat, blieb mir ein Rätsel.

Volle Konzentration des Fahrers auf den Verkehr
The driver must be all concentrated on the traffic
Thursday, 17.12.2009

Driving in a car in Bangladesh

Der Verkehr macht das Autofahren zum Abenteuer
The traffic lets driving become an adventure

We rented a car and a driver for a full day trip. That is the only way to get from Rajshahi to Paharpur. Driving a car is one of the most dange­rous things that you can do in Bangladesh as a tourist. There is lots of traffic (mainly rikshaws and pedestrians), and every vehicle is forced by the holes in the street to drive on the wrong side of the street most of the time, or at least to zic-zac. The worst is driving during the night. Unfortunately our ride took so much time that we only arrived one hour after sunset. Our car was one of the very few with lights on, it is still unbelievable how well he could see the other traffic in the dark.

Somapuri Vihara

Die Somapuri Vihara ist eine historisch und archäologisch wichtige Stätte aus der Zeit der Pala Dynastie und wird zum UNESCO Weltkulturerbe gezählt. Sie wurde durch den 2. Pala-Herrscher Dharmapala in der Zeit von 770-810 unserer Zeitrechnung gebaut. Das Bauwerk wird von einem massiven zentralen Schrein dominiert, der von einer grossen Anzahl Mönchszellen, die im Quadrat angeordnet waren, umrahmt wird. Diese Abtei, die im 12. Jahrhundert verlassen wurde, ist die grösste südlich des Himalaya.

Somapuri Vihara

Somapuri Vihara is a historically and archealogically important place from the times of the Pala dynasty. It is a UNESCO world heritage site. It was built by the second Pala emperor Dharmapala from 770-810 of our time. The building is dominated by a massive central shrine. It is bordered by a big number of monk cells that are built like a square around it. This abbey, dismissed in the 12th century, is the largest south of the Himalaya.

Panorama der Somapuri Vihara. Die Grösse dieses Bauwerks ist schwierig zu erfassen (das Original dieses Panoramaphotos ist mehr als 10000 Pixel breit und wurde aus 14 Bildern zusammengesetzt!)
Panorama of Somapuri Vihara. It is difficult to get an idea of the immense size of this structure (the original of this panorama photography is more than 10000 pixels in width and was assembled from 14 images!)

Beim Eingang zur Vihara, wo der Eintritt bezahlt werden muss, befindet sich das Pararpur Museum. Dieses lässt man vorerst getrost auf der Seite und wandert sogleich durch den schönen Garten im Vorfeld der Vihara. Die Erhöhung, die man zuerst noch überschreiten muss, sind die Grundfeste der ehemaligen Mönchszellen. Der grosse Schrein der Vihara kann bis zum zweiten Stock begangen werden. Es gibt auch Führer, die gerne ihre Dienste anbieten. Nach einem ersten Rundgang haben wir uns noch kurz einem solchen Führer angehängt, doch konnte er uns nicht viel mehr sagen, als wir selber erkannt hatten. Leider ist es nicht möglich, ins Innere des Schreins zu gelangen.

Hinduistische Terrakotta-Verzierungen
Hinduistic terra cotta ornaments

Wunderschön sind die Terrakotta-Verzierungen, die man rund um den Schrein herum findet. Alle diese Tafeln zeigen andere Szenen. Kenner der buddhi­stischen Religion werden wahrscheinlich einige der Motive erkennen.

Weil dieser Ort sehr oft besucht wird, gibt es ausserhalb des Geländes sehr aufdringliche Ver­käufer. Wir bestiegen deshalb rasch wieder das Auto und machten uns auf den Weg zur Mahasthangarth Festungsanlage, mit einem kurzen Halt unterwegs, um einige Samosas für das Mittagessen zu besorgen.

Hinduistische Terrakotta-Verzierungen
Hinduistic terra cotta ornaments

At the entrance of the Vihara where you have to pay the fee there is the Pararpur Museum. For the beginning just leave it aside and go directly through the beautiful gardens to the Vihara. The wall that you have to cross first is the fundaments of the ancient monk cells. The big shrine of the Vihara can be climbed to the second floor. There are guides who like to offer their service. After a first walk around the area we followed such a guide for some time but he could not tell us more than we had discovered ourselves. It's a pity that you cannot go inside the shrine.

Kokosnüsse sind eine willkommene Erfrischung
Coconuts are a nice refreshment

Mahasthangarh Festungsanlage

Etwa 13km nördlich von Bogra befinden sich die Ruinen einer Festungsanlage. Die etwa 5m hohen Mauern schützten ehemals die grösste Stadt des bengalischen Reiches. Archäologische Grabungen haben gezeigt, dass die ältesten Spuren bis ins 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurückgehen. Alle Kulturen seit damals haben ihre Spuren hinterlassen. Wir nutzten diese Mauer als bequemen Ort, um während dem Mittagessen zu sitzen. Nach einem kurzen Besuch des Museums machten wir uns auf den Rückweg nach Rajshahi, der wie bereits erwähnt etwas länger dauerte.

Mauer der Mahasthangarh Festung
Wall of Mahasthangarh Citadel

Mahasthangarh Citadel

Oben auf der Mauer gibt es eine gute Aussicht
There is quite a good view on top of the wall

About 13km north of Bogra are the ruins of a citadel. The walls are about 5m high and protected the once largest city of the bengal empire. Archaelogical excavations identified traces back to the 4th century before our time. All cultures that passed through since then left their traces. We used the wall for comfortable sitting while eating lunch. After a short visit of the museum we started our drive back to Rajshahi. It took some time longer than expected, as I wrote before.

Samstag, 19.12.2009

Angekommen waren wir in Khulna am späten Abend des Vortages. Mit einem Rikscha-Van, den wir zum ersten Mal ohne die Hilfe unserer Freunde organisieren mussten, ging es direkt zum Hotel. Einzig einen kurzen Stop musste der Fahrer einlegen, als er eine Schraube des Rades verloren hatte. Für den nächsten Morgen organisierten wir im Hotel noch ein Auto mit Fahrer, um das UNESCO-Weltkulturerbe von Bagerhat besichtigen zu können. Nach dem Nachtessen machten wir uns im Hotelzimmer breit.

Fahrendes Minarett auf Rikscha
Mobile minaret on a rikshaw
Saturday, 19.12.2009
Früchtemarkt in Khulna (Äpfel werden importiert)
Fruit marked in Khulna (apples are imported)

We had arrived in Khulna late in the evening the day before. A rikshaw-van that we had to organize without the help of our friends for the first time brought us to the hotel. It only had to stop for a minute or so because one of the screws of a wheel fell off. At the hotel we organized a car with driver for the next morning in order to visit the UNESCO world heritage site of Bagerhat. After the dinner we went to our rooms.

Panorama der Hafenanlage in Khulna, aufgenommen vom Dach unseres Schiffs M.V. Aboshar (das Original dieses Panoramaphotos ist mehr als 9000 Pixel breit und wurde aus 12 Bildern zusammengesetzt!)
Panorama showing the harbor of Khulna. This picture was taken from the top of M.V. Aboshar (the original of this panorama photography is more than 9000 pixels in width and was assembled from 12 images!)

Khulna ist eine für Bangladesch wichtige Hafenstadt. Alles dreht sich hier um den riesigen Hafen. Waren werden vom Meer mit grossen Schiffen angeliefert, werden auf kleinere Schiffe umgeladen oder an Land gebracht. Es herrscht ein geschäftiges Treiben. Überall werden Waren transportiert, zu Fuss, auf Rikschas-Vans oder mit Lastwagen.

Transport-Rikscha im Hafen von Khulna
Rikshaw van at Khulna harbor

Nach der Rückkehr von Bagerhat liefen wir noch ein wenig entlang der Hafenanlage, wo wir auch gleich die Ankunft des Schiffes beobachten konnten, auf dem wir die nächsten drei Tage in den Sundarbans würden. Spannender waren aber die Menschen, die hier arbeiten. Es wurde gerade ein Schiff mit Ziegeln entladen. Duzendweise haben die Männer diese Ziegel auf ihren Köpfen gestapelt und auf einem schmalen Brett den Weg ans Land bewältigt. Da mussten wir richtig Respekt zollen ob dieser Leistung.

Schwerstarbeit eines Ruderers
Incredibly hard work of a rowing man

Schwerstarbeiter sind auch die Männer, die ihre Schiffe mangels eines Motors mit einem Ruder antreiben. Insbesondere später während dem Warten auf die Abfahrt unseres Schiffes konnten wir vom Dach her die vielen vorbeifahrenden Boote beobachten und lustige Szenen photographieren.

Bootsleute bei der persönlichen Hygiene
Boatsmen washing themselves
Hafen von Khulna
Khulna harbor

Khulna is a very important harbor of Bangladesh. There everything is situated around the large harbor. Goods are delivered by large ships via the sea, transshipped to smaller boats for further transportation or being brought to land. There is hustle and bustle. Everywhere goods are being transported, by foot, on rikshaw-vans or with trucks.

Khulna bei Sonnenuntergang
Khulna at sunset

After the return from Bagerhat we walked a bit along the harbor. We could see the arrival of the ship on which we were going to spend the next three days in the Sundarbans. More interesting anyway were the people working in the harbor. A ship transporting bricks was on disembarkation. Men stacked dozens of those bricks on their heads and brought them to the land, walking on a narrow plank. We were really impressed by their performance.

Hafen von Khulna kurz nach Sonnenuntergang
Khulna harbor just after sunset

Heavy workers are the men as well who power their boats with a rudder because there is no engine. Later, while we were sitting on the roof of our ship and waiting for the departure we could observe many boats passing and take pictures of many funny scenes of life.

Panorama der Hafenanlage in Khulna bei Sonnenuntergang (das Original dieses Panoramaphotos ist mehr als 9000 Pixel breit und wurde aus 14 Bildern zusammengesetzt!)
Panorama showing the harbor of Khulna at sunset (the original of this panorama photography is more than 9000 pixels in width and was assembled from 14 images!)
Samstag, 19.12.2009

Shait Gumbad Moschee

Im Ort Bagerhat, knapp 40km oder 50' Autofahrt südöstlich von Khulna gelegen, findet sich eine grosse Anzahl Moscheen, die für Bangladesch so wichtig sind, dass Bagerhat zum UNESCO Weltkulturerbe gerechnet wird. Während den gros­sen muslimischen Festtagen pilgern die Menschen massenweise hierher, was man auch in ruhigeren Zeiten an den die Strassen säumenden "Souvenir­shops" leicht erkennen kann.

Shait Gumbad Moschee
Shait Gumbad Mosque

Bereits um acht Uhr morgens, gleich nach dem Morgenessen, wurden wir im Hotel in Khulna von unserem Fahrer abgeholt. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir nach Bagerhat die Fähre nehmen müssten, doch seit kurzem gibt es eine neue Strasse und eine Brücke, die den Fluss überspannt. Wegen dieser Brücke hatten wir am Vorabend im Hotel noch ein kleines Kommunikationsproblem, denn der Page sprach das Wort 'Brücke' auf Englisch als 'breeze' aus statt 'bridge'. Als wir schliesslich realisierten, wovon er sprach, mussten wir ziemlich lachen. Frühmorgens ist die Strasse übrigens so schwach befahren, dass wir sogar zwei Männer sahen, die sie für Badminton nutzten.

Weisse Säulen in der Shait Gumbad Moschee
White columns inside Shait Gumbad Mosque

Als erste Moschee in Bagerhat steuerten wir die grossartige Shait Gumbad Moschee an. Wir waren so früh da, dass wir noch nicht einmal das Museum besichtigen konnten. Auf den ersten Blick am meisten beeindruckt hat mich aber nicht die Moschee selber, sondern der Baum, der vor ihr steht. Er ist zwar nicht so hoch wie die Mammut­bäume in den USA, und er hat auch nicht einen so grossen Stammumfang wie die Sequoias oder Kauris, aber seine Spannweite ist wirklich imposant.

In der Shait Gumbad Moschee
Inside Shait Gumbad Mosque

Der Innenraum der Moschee ist geprägt durch weisse Säulen, die die 77 Dome stützen. Eigentlich heisst Shait Gumbad 'Tempel mit 60 Dome', diese Anzahl trifft aber auf die Steinsäulen im Innenraum zu. Zum Betreten einer Moschee muss man natürlich die Schuhe ausziehen. Hier durfte sogar unsere Kollegin mitkommen, was auch nicht überall erlaubt ist. Der Zutritt zu den heiligsten Orte wird den Frauen in muslimischen Ländern oft verwehrt. Hinter der Moschee gibt es einen grossen Teich mit Seerosen. Wenn man ihm entlang auf die andere Seite geht, so kann man weitere Moscheen besichtigen.

Rückseite der Shait Gumbad Moschee
Rear side of Shait Gumbad Mosque
Saturday, 19.12.2009

Shait Gumbad Mosque

Shait Gumbad Moschee
Shait Gumbad Mosque

There are several mosques in the village of Bagerhat, about 40km or 50 minutes driving by car in southern direction from Khulna. They are so important for Bangladesh that they are listed as UNESCO world heritage sites. During importan muslim holidays many people pilgrimate here. That can be imagined even in less crowded times because there are many souvenir shops along the streets.

Portal zur Shait Gumbad Moschee
Entrance to Shait Gumbad Mosque

Already a eight in the morning, just after having had breakfast, we were picked up by our driver at the hotel in Khulna. We had thought that we would have to take the ferry to Bagerhat, but since recently there is a new street and a bridge crossing the river. We had a little communication problem at the hotel the evening before bacause of this bridge. The guy at the hotel always pronounced the word 'bridge' like 'breeze'. We had a good laugh when we finally realized what he was talking about. There is not much traffic on the streets so early in the morning, there were two men playing badminton on the highway.

Die Säulen stützen die 77 Dome
The colums support the 77 domes

The first mosque in Bagerhat we went to see is the phantastic Shait Gumbad mosque. We were so early that we could not even visit the adjoining museum. On the first impression it was not the mosque itself that impressed me most but rather the big tree in front of it. It is not as high as the redwoods in the United States, its circumsize is smaller than the one of the sequoias or kauris, but still its size is really impressive.

Seerosen
Water lilys

The interior of the mosque is dominated by the white columns that support the 77 domes. The meaning of Shait Gumbad is 'temple with 60 domes', although that number is only correct for the number of columns. Don't forget to take off your shoes when entering a mosque. Here even our she-friend was allowed to go in. That is not always the case. Access to the the holiest places in muslim countries is often limited to men. Behind the mosque there is a lake with water lilys. You can walk around it to the other side where there is more mosques.

Singair Moschee

Gleich auf der anderen Strassenseite der Shait Gumbad Moschee befindet sich die Singair Moschee, die nur einen Dom hat, dafür einen grösseren. Sie kann ebenfalls besichtigt werden, der Innenraum ist aber nur für Muslime interessant, um ihn zum Beten zu nutzen.

Säulenverzierung an der Singair Moschee
Column decoration at Singair Mosque

Singair Mosque

Singair Moschee
Singair Mosque

On the other side of the street at Shait Gumbad Mosque there is the Singair Mosque that has only one dome but a much larger one. It can also be visited, although the interior is only interesting to muslims for praying.

Mazhar Khan Jahan Ali

Nur wenige Fahrminuten entfernt befindet sich das Mausoleum des im Jahr 1459 verstorbenen Khan Jahan Ali. Er war ein muslimischer Heiliger und Herrscher in Bagerhat. Er hat die Shait Gumbad Moschee erbaut. Zu diesem Mausoleum haben Frauen keinen Zutritt. Stattdessen möchten die Leute im Eingangsbereich ein Trinkgeld. Eine Dollar­note haben sie auch gleich griffbereit, um uns zu zeigen, wieviel sie möchten. Mit 100 Taka waren sie dann auch zufrieden. Direkt angrenzend an das ummauerte Areal mit dem Mausoleum gibt es einen See (Thakur Dighi), in dem es gar Krokodile geben soll.

Mazhar Khan Jahan Ali

Ein kurzer Spaziergang entlang dem See führte uns zur Moschee der neun Kuppeln. Hier erwartete uns der Imam. Nach einer kurzen Führung in die Moschee hinein hat er an uns eine Zeremonie vollzogen. Aus Anstand liessen wir uns das gefallen, wir waren aber nicht so richtig sicher, was die Idee der Zeremonie war. Geeinigt haben wir uns auf eine Segnung, damit er anschliessend ein Trinkgeld verlangen kann. Diese Segnung hat er sogar an unserer Kollegin vorgenommen. Das schien für einmal kein Problem zu sein.

Mazhar Khan Jahan Ali

Innenraum des Mausoleums von Khan Jahan Ali
Interior of the tomb of Khan Jahan Ali

Only a short drive away is the mausoleum of Khan Jahan Ali who died in the year 1459. He was a muslim saint and emperor in Bagerhat. He built the Shait Gumbad Mosque. Women are not allowed to the mausoleum. The guys hanging around the entrance of the building want a tip. The have a dollar bill by hand to show us how much they want to get. But they were happy with 100 taka as well, which is much less. Nest to the mausoleum is a lake (Thakur Dighi) where there are crocodiles.

Moschee der neun Kuppeln
Nine-Domes Mosque

A short walk along the lake brought us to the Nine-Domes Mosque. There an imam was welcoming us. He had lead us around the mosque before starting a ceremony on us. Polite as were are we let him go, although we were not really sure what the idea of the ceremony was. We agreed it was just that he could ask for a tip. He even did the ceremony to our she-friend, seemed not to be a problem for once.

Khodla Math Tempel

Ganz zum Schluss wiesen wir unseren Fahrer an, dass wir noch den Khodla Math Tempel besichtigen möchten. Dieser hinduistische Tempel ist einer der grössten in Bangladesch. Den Weg dorthin kannte der Fahrer nicht so genau, also fuhr er mal los. Zweimal musste er kurz stoppen, um nach dem Weg zu fragen, wir kamen immer weiter hinein in den Wald. Nach rund elf Kilometern Fahrt fand er den Tempel, ein wirklich imposantes Bauwerk, das trotz seiner versteckten Lage und der jetzt vorherr­schenden muslimischen Kultur noch immer gepflegt wird.

Reich verzierte Backstein-Fassade des Tempels
Richly decorated brick wall of the temple

Der Tempel ist rund zwanzig Meter hoch, sieht aus wie ein sich nach oben verjüngender Bienenstock. Er ist eines der höchsten je in Bangladesch gebauten hinduistischen Gebäude. Die Fassade, bestehend aus Tonziegeln, ist reich verziert. Wenn man im Tempel steht, so kann man senkrecht nach oben die Halbkugel der Kuppel sehen. Dafür müssen sich die Augen aber ein wenig an die Dunkelheit gewöhnen, vorher ist das nur schwarz.

Blick durch den Tempel hindurch
View passing through the temple

Khodla Math Temple

Khodla Math Tempel
Khodla Math Temple

At the very end we asked our driver to drive to the Khodla Math temple that we wanted to see as well. This hinduistic temple is one of the largest of its kind in Bangladesh. The driver did not really know the way there so he just started in the general direction. Twice he had to stop and ask around while we were driving deeper and deeper into the forest. After about eleven kilometers he finally found the temple, a really impressive structure. Despite its hidden position and the now dominating muslim culture it is still maintained.

Kuhmist zum Anfeuern
Cow dung for starting fires

The temple is about twenty meters high and looks like a beehive that narrows towards its top. It is one of the highest hinduistic buildings ever built in Bangladesh. The facade, consisting of clay bricks, is richly ornamented. Standing inside the temple you can watch straight up and see the half sphere of the dome above you. To see that your eyes have to adapt to the darkness first, or everything ist just black.

Samstag, 19.12.2009 -
Dienstag, 22.12.2009

Drei Tage auf dem Schiff

Ganz im Südwesten von Bangladesch, an der Grenze zu Indien, befindet sich der grösste Mangro­venwald der Welt - die Sundarbans. Sie sind Teil des riesigen Ganges-Deltas, wo der Ganges, einer der grössten Flüsse unseres Planeten, in das Bengalische Meer mündet. Für uns war es bereits während der Planung der Reise ein absolutes Muss, dieses Gebiet zu besuchen, das nicht nur Nationalpark ist, sondern auch das dritte und letzte UNESCO-Welterbe von Bangladesch, das wir noch besuchen wollten.

M.V. Aboshar

Bereits in Dhaka waren wir in die Büros von The Guide Tours gegangen und hatten die Tour durch die Sundarbans gebucht. Inbegriffen in diesem Arrangement waren neben drei Tagen auf dem Schiff inklusive aller Mahlzeiten auch ein Transfer mit dem Auto von Mongla nach Jessore und ein Inlandflug von dort zurück nach Dhaka. Der Preis war jedenfalls unschlagbar.

Saturday, 19.12.2009 -
Tuesday, 22.12.2009

Three days on the boat

Kleines Transportschiff bei Sonnenaufgang
Small wooden boat at sunrise

At the very southwestern corner of Bangladesh, next to India, there is the largest mangrove forest of the world - the Sundarbans. It is part of the huge Ganges delta where the Ganges river, one of the largest rivers on our planet, finally flows into the Bengal Sea. When we were planning our trip we soon decided that visiting this part of the country was an absolute must. It not only is a National Park, but also the third and last UNESCO world heritage site in Bangladesh that we went visiting.

Still in Dhaka we went to the office of The Guide Tours and booked the tour through the Sundarbans. Besides three days on the boat all meals and a transfer by car from Mongla to Jessore were included in the arrangement as well as a domestic flight from Jessore back to Dhaka. The price was unbeatable.

Wir haben die Reise in die Sundarbans mit The Guide Tours gebucht. Diese lokale Organi­sa­tion hat Büros in Dhaka und Khulna. Sie bieten auch andere ge­führte Reisen in Bangladesch an.

The Guide Tours Ltd.
House 142, Road 12, Block E
Banani
Dhaka 1213, Bangladesh
Tel. 880-2-9862 205
Email: theguide (at) bangla.net

Grosse Kontainerschiff mit Importwaren
Big container ship with import goods

Nach unserer Rückkehr von Bagerhat nahmen wir mit dem Büro von The Guide Tours in Khulna Kontakt auf, worauf sie uns beim Hotel abholten und an den Hafen brachten. Ein kurzer Bootstransfer brachte uns direkt zum Schiff, das wir als erste Passagiere betraten. Erst im weiteren Verlaufe des Nachmittags wurden die Nahrungsmittel für die nächsten Tage angeliefert und die restlichen Passagiere trafen gerade rechtzeitig auf das Nacht­essen ein.

Das ganze Ufer ausserhalb des Nationalparks ist bevölkert
People are living all the way along the river outside the border of the National Park

Wir machten es uns sogleich in den zwei uns zugeordneten Kajüten bequem. Danach stiegen wir ganz oben auf das Dach des Schiffs und genossen die Aussicht im Hafen von Khulna. Es dauerte nicht lange und wir entdeckten, dass es im Wasser Flussdelphine gibt. Jetzt war die Jagd eröffnet: Ein gutes Photo musste her. Das ist extrem schwierig, denn die Tiere tauchen jeweils nur ganz kurz auf und bleiben danach wieder verschwunden. Es gibt aber einen Trick: Meistens tauchen die Delphine dreimal nacheinander an derselben Stelle auf. Also beim ersten Mal die Kamera positionieren und dann hoffen, dass sie diese Regel auch wirklich einhalten.

Der Kapitän hielt auch Ausschau nach Tieren an der Küste
The captain was also looking for animals along the coast

Ein bisschen schade für uns war, dass unser Schiff erst am nächsten Morgen Richtung Sundarbans ablegte. Somit verloren wir einen Tag, den wir mit schönen Exkursionen hätten verbringen können. Der Grund war, dass die Schiffe mit der Ebbe losfahren, weil sie sonst im Kampf gegen das ansteigende Wasser viel zu langsam wären und zuviel Energie verbrauchen würden. Dafür hatten wir eine ruhige Nacht ohne Motorenlärm und konnten die ganze Fahrt lang bei Tageslicht die Küstenlandschaft geniessen.

Das Oberdeck der M.V. Aboshar
Upper deck of M.V. Aboshar

We had booked our tour to the Sundarbans with The Guide Tours. This local organisation has offices in Dhaka and Khulna. They also offer other guided tours in Bangladesh.

The Guide Tours Ltd.
House 142, Road 12, Block E
Banani
Dhaka 1213, Bangladesh
Tel. 880-2-9862 205
Email: theguide (at) bangla.net
 

Flussdelphin im Hafen von Khulna
River dolphin at Khulna harbor

After the return from Bagerhat we contacted the Khulna office of The Guide Tours. They picked us up at the hotel and brought us to the harbor. We reached the ship after a short transfer by boat, being the first passengers. Later in the afternoon we could see how the food for the next days was brought to the ship. Finally the other passengers arrived as well, just on time for the dinner.

Ein Viererzimmer für zwei
A four bed room for two guys

We found the two sleeping rooms and stuffed our luggage. Then we climbed onto the very top roof of the ship and enjoyed the view of the Khulna harbor. It didn't take a long time until we discovered there were river dolphins in the water. Hunting was started: We needed a good picture. It is extremely difficult to take one as the animals appear only for a very short time before disappearing again for some time. But there is a trick: Usually the dolphins appear at the very same location abouth three times in a row. So position your camera after the first appearance and hope that they hold on this rule.

Esssaal auf der M.V. Aboshar
Dining room on board of M.V. Aboshar
Fischer sind oft tagelang unterwegs
Fishermen often travel for days

It was a pity that the ship did not leave Khulna before the next morning towards the Sundarbans. So we lost one day that would could have spent on excursions. The reason was that the ships use the time after high tide to leave because then it is much easier, faster and less energy-consuming. And we could enjoy a silent night, no noise from the engines. And we could enjoy the ride along the coastal environment in daytime.

Entdecken des Sundarbans Nationalparks

An der Grenze des Sundarbans Nationalparks machten wir einen Stop bei einem Dorf. Nach einer gewissen Wartezeit kamen bewaffnete Männer an Bord. Wir waren schon beim Buchen des Trips informiert worden, dass diese Männer auf das Schiff kommen würden, um uns im Nationalpark auf den Ausflügen an Land zu begleiten. Der Grund sind die hier vorkommenden Bengalischen Tiger. Diese Tiere sind für viele Besucher einer der Hauptgründe, in dieses Gebiet zu reisen, doch sterben in den Sundarbans auch rund 100 Menschen pro Jahr durch Tigerangriffe.

Reflexionen im Wasser
Reflections in the water

Wir sollten also dankbar sein, dass uns die beiden Männer mit ihren Kalaschnikows begleiteten. Wenn ich mir aber ihre Motivation und ihre Schuss­bereitschaft anschaute, so dachte ich, dass die es wohl eher verschlafen würden, wenn wirklich ein Tiger auftauchte. Dass sie einen einzigen Schuss auch nur in die Richtung des angreifenden Tieres richten könnten, da hatte ich immense Zweifel. Aber so verdienen wenigstens die lokalen Bewohner ein wenig am Tourismus mit, und das ist gut so.

Mehrmals am Tag unternahmen wir sogenannte Exkursionen. Meistens wurden wir in einem kleinen Boot in die Seitenkanäle gerudert, wo es viele Tiere zu beobachten gab. Zwei längere Ausflüge führten uns an Land. Der erste in einen Mangrovenwald (siehe das Panoramabild weiter unten auf dieser Seite), wo wir mehr als eine Stunde zu Fuss unterwegs waren. Dafür mussten wir zuerst über einen maroden Steg aussteigen, der durch einen der letzten Taifune schwer beschädigt worden war.

Seitenkanal im Sundarbans Nationalpark
Side canal in Sundarbans National Park

Discovering Sundarbans National Park

We stopped at a village at the border of the Sundarbans National Park. After some time of waiting men with weapons came onboard. We were informed when we booked the trip that those men would be with us for protection during the trips in the National Park. The reason is the Bengal Tiger who lives here. Those animals are the main reason for many visitors to come to this area. But don't forget that about 100 men die each year through tiger attacks.

So we should be happy that the two men with their kalaschnikows were comming with us. But when I inspected their motivation and readiness I was really doubting that they would wake up when a tiger appeared. Not to mention that I could not believe they would be able to fire one single shot in the general direction of the animal. The good thing is that they have a job and the village gets something of tourism.

Pneumatophoren der Mangrovenbäume
Pneumatophores of the mangrove trees

Several times during the day we started for so-called excursions. Mostly we travelled in small boats along the narrow side canals. There are many animals to find. Two longer excursions brought us to the land. The first was in a mangrove forest (see the panoramic pictures below) where we walked for more than an hour. In order to go ashore we had to pass a ramshackle bridge that was destroyed by one of the most recent taifuns.

Panorama aus dem Mangrovenwald in den Sundarbans. (das Original dieses Panoramaphotos ist mehr als 21000 Pixel breit und wurde aus 23 Bildern zusammengesetzt!)
Panorama of the mangrove forest in the Sundarbans (the original of this panorama photography is more than 21000 pixels in width and was assembled from 23 images!)

Während dieser Exkursion konnten wir viele Vögel sehen, ein Rascheln im kaum zu durchdringenden Gebüsch stellte sich als eine Affenfamilie heraus, schliesslich fanden wir aber auch noch Fussspuren von Tigern. Oder jedenfalls behauptete der Führer, dass es solche waren. Einen lebendigen Tiger sieht man sehr selten. Es gibt zwar noch rund 400 Tiere in den Sundarbans, unter Berücksichtigung der riesigen Fläche dieses Mangrovenwaldes erstaunt es aber trotzdem nicht, dass auch unserer Führer in mehreren Jahren noch keines dieser Raubtiere zu Gesicht bekommen hat.

Unser bewaffneter Beschützer
Our armed guardian

Auf diesem Ausflug trafen wir auch eine grosse An­zahl einheimischer Touristen. Ebenso wie wir kommen sie auf Schiffen in die Sundarbans, ungefähr sechs davon waren in Sichtweite parkiert. Die Anzahl Leute pro Quadratmeter ist auf diesen Schiffen aber viel grösser. Entsprechend grosse Menschenmengen drängen jeweils durch die Mangrovenwälder, wenn diese Gruppen auf eine Exkursion gehen. Leider hinterlassen sie auch viel Abfall, obwohl die Sundarbans ein Nationalpark sind. Ebenso wie schon im Lowacherra Nationalpark treffen wir überall auf die Sünden des Menschen.

Romantischer Sonnenuntergang am Sandstrand
Romantic sunset on the beach

Ein zweiter grösserer Ausflug führt uns am späten Nachmittag in ein Gebiet auf der anderen Seite des Flusses. Hier müssen wir etwas weiter laufen, wahrscheinlich knapp zwei Kilometer. Dieser Weg führt durch ein Grasland, wo wir im Schutze des hohen Grases Axishirsche entdecken. Dass sie ruhig grasen ist ein Zeichen, dass es keinen Tiger in der Nähe gibt. Ist wahrscheinlich besser so. Der Weg führt uns schliesslich zu einem grossen Sandstrand am offenen Meer, wo wir uns für einige Zeit niederlassen, einige zur Erholung, andere zum Schwimmen.

Nach einiger Zeit entdecken wir, dass im Meer draussen Delphine hin- und herschwimmen. Wahrscheinlich hätte man mit denen schwimmen können, doch hatte ich meine Badehose nicht dabei. Auf dem Rückweg bestiegen wir noch einen Aussichtsturm, der hier am Weg steht. Von da oben konnten wir gerade noch den Sonnenuntergang photographieren. Später, bereits wieder zurück auf dem Schiff, wandelten sich die Farben des Himmels in totalen Kitsch.

Sonnenaufgang in den Sundarbans
Sunrise in the Sundarbans

Literaturhinweis

Im GEO-Magazin 02/10 gibt es einen Artikel über die Honig­samm­ler in den Mangroven­wäl­dern der Sundarbans und die Gefahren, die durch die Tiger in diesem Gebiet ausgehen.

Walking through the forest we could see many different kinds of birds, the noise in the underbush appeared to be a monkey family. Finally we found some tiger footprints. Or at least the guide told us so. It is very rare that you see a tiger. There are about 400 animals living in the Sundarbans, but don't forget the huge area of this largest mangrove forest in the world. Even our guide has never seen a tiger in several years of doing this job.

Maroder Steg zum an Land gehen
Ramshackle bridge to go ashore

During this excursion we also met many local tourists. Like us they travel to the Sundarbans by ship, about six of them were parked not far from ours. But the number of people per square meter is much higher than on our ship. So big masses of people are pushing through the mangrove forest when those groups go on their excursions. It's a pity that they leave a lot of garbage behind themselves, not considering that the Sundarbans are a National Park. As in the Lowacherra National Park we could see that mankind is not as intelligent as it believes itself.

Mehrstöckiger Aussichtsturm
Multi story look-out tower

A second longer excursion was in the late afternoon and brought us in an area at the other side of the river. There we had to walk a little farther, maybe about two kilometers. The trail goes along a grassy field where we could see cheetals in the protection of the high gras. They were fooding wery quiet which was a clear sign that there was not tiger around. It was probably better so. The trail finally brought us to a large sand beach at the open sea where we stayed for some time. Some of us even went swimming.

Kitsch as kitsch can...

After some time we discovered that there were dolphins swimming along the coast, from one side to the other and back again. We could probably go and swim with them but I did not bring my swimming suit with me. While walking back we climbed a viewing tower that is standing next to the trail. From there we could just take pictures of the sunset. Later when we were back on the ship the colors of the skye changed to total kitsch.

Reflektionen im Morgenlicht
Reflections in the morning light

Tierwelt in den Sundarbans

Wenn jemand von der Tierwelt in den Sundarbans gehört hat, so denkt er wohl an den Bengalischen Tiger. Danach kommt lange nichts mehr. Dieser Tiger, von dem leider nur noch rund 400 Exemplare in Bangladesch leben, ist wirklich beeindruckend. Es heisst, dass diese wenigen Tiere um Jahr mehr als 100 Menschen töten. In Indien, wo nochmals etwa so viele Tiere leben, gibt es viel weniger Opfer. Es ist nicht ganz klar, was der Grund ist, doch wird vermutet, dass es daran liegt, dass die Tiger in Bangladesch nie gejagt wurden, in Indien hingegen schon. Somit könnte es sein, dass sie eine antrainierte Angst vor dem Menschen nicht besitzen.

Eine Tigerspur - hat der Führer behauptet
Tiger footprint - the guide said, at least

Einen Tiger zu Gesicht zu bekommen, da braucht man in den Sundarbans unglaubliches Glück. Nur wenige Touristen werden das erlebt haben. Also konzentriert man sich besser gleich von Beginn weg auf die restliche Tierwelt, denn auch die ist nicht zu verachten. Ornithologen werden hier ein Paradies vorfinden. Den bei uns in Europa sehr selten vorkommenden Eisvogel gibt es hier gleich in einer grossen Anzahl Arten. Man sieht sie fast ununterbrochen, trotzdem ist es sehr schwierig, sie zu photographieren, denn sie fliegen sehr schnell über dem glatten Wasserspiegel und verschwinden sofort, wenn man sich ihnen nähert.

Die grössten Vögel sind Greifvögel. Wir konnten viele Milane beobachten, die es uns auch besonders einfach machten, Photos von ihnen zu schiessen. Wahrscheinlich angelockt durch Lebensmittel, die aus der Küche durch das Fenster ins Wasser flogen, kreisten mehrere dieser Vögel stundenlang um unser Schiff herum. Teilweise waren es zehn Exemplare. Aber auch so braucht man eine ziemlich gute Kamera, um im Flug ein scharfes Photo hinzukriegen. Von den mehr als 400 Photos habe ich schliesslich nur etwa 20 behalten.

Krokodil
Crocodile

Weiter haben wir Bussarde und Adler gesehen, die sich jeweils oben auf den Bäumen scharfen Blickes auf eine allfällige Beute konzentrierten. Es gibt aber auch sonst noch viele andere Vogelarten. Am besten sieht man sie jeweils, wenn sie den Fluss überqueren oder am Flussrand auf einem Baumstrunk sitzen. Einige Vögel sind bunt wie in den Tropen, andere zwar einfarbig, aber das in einer knalligen Farbe, sodass man sie bereits von weitem sieht. Ebenfalls gesehen haben wir Lauf­vögel, die aber immer schnell ins Gebüsch flohen.

Milane beobachteten wir stundenlang vom Schiff
We watched kites flying around the ship for hours

Von Delphinen habe ich bereits weiter oben geschrieben. Sonst sind die Wasserbewohner nicht so einfach zu entdecken, ausser die amphi­bienartigen im Grenzbereich zwischen Wasser und Land. Krebse haben wir kleine Exemplare gesehen, auf dem Markt konnten wir aber auch sehen, dass es grössere Arten gibt. Speziell war eine Fischart, die sich teilweise an Land bewegte. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Und dann war da noch ein Krokodil, das wir während der Schifffahrt in die Sundarbans entdeckten.

Adler
Eagle

Unter den Säugetieren gibt es noch weitere Wildkatzenarten, aber auch da hatten wir keinen Erfolg. Immerhin Spuren haben wir von Ottern angetroffen. Axishirsche sahen wir nicht nur auf der Wanderung, sondern auch während der Nacht vom Schiff aus. Erstaunlicherweise hat sie der Kapitän in der vollkommenen Dunkelheit im angrenzenden Wald entdeckt. Mit einem Scheinwerfer hat er uns gezeigt, wo die Tiere sind, und wir konnten tatsächlich die Reflexionen ihrer Augen im Schein­werferlicht sehen.

Als weitere Säugetiere haben wir einzelne Affen sehen können. Erst zuhause auf den Photos entdeckte ich, dass einer davon ein Junges auf dem Arm hielt. Selber stolz bin ich aber, dass ich während der ersten Exkursion vom Boot aus im dichten Grün der Pflanzen eine ebenso grüne Schlange entdeckte. Kann mir selber nicht mehr vorstellen, wie ich die entdecken konnte, vielleicht habe ich ja Pottersche-Fähigkeiten.

Eisvögel sind äusserst schwierig zu photographieren
Taking pictures of kingfishers is very difficult

Animals in the Sundarbans

Ein Affe zieht etwas aus dem Wasser
A monkey is pulling something out of the water

If you have ever heard about the animals living in the Sundarbans you will first think about the Bengal Tiger. There is nothing else for most. This tiger is really impressive. Unfortunately there are only about 400 animals left in Bangladesh. It is said that they kill about 100 men each year. In India where there are about as many animals, are much less fatalities. It is not absolutely clear why but scientists believe that the reason is that the tigers in Bangladesh were never hunted. So maybe they are not trained that they should be afraid of mankind.

Axishirsch (axis axis)
Cheetal (axis axis)

Meeting a tiger is a rare experience in the Sundarbans. Only very few tourists ever had that much luck. So it is better to concentrate on the rest of the fauna from the beginning as it is incredible as well. Ornithologists will find a paradise. The kingfisher, very rare in Europe and hard to find, can be seen everywhere and of different kinds. But still it is very difficult to take pictures as they fly very fast just above the water and disappear immediately when you come close.

Wachsamer Milan
Vigiliant kite

The largest kinds of birds belong to the hunting birds. We could see many kites, and they made it especially easy for us to take pictures. Probably attracted by food that was thrown out of the kitchen into the water the circled around our ship for hours. Sometimes it was ten birds. But even under this circumstances you need a quite good camera to get a sharp picture in the flight. I only kept about 20 pictures of the more than 400 I took.

We could also see hawks and eagles, sitting on the highest trees and concentrating on the things happening below them with their sharp eyes. And there are many other kinds of birds. It is the most easy to see them when they cross rivers or sit on a tree stump at the border of the river. Some of the birds are colorful like in the tropics, others are unicolor but of a very hot one so you can see them from afar. There were also walking birds, but they usually disappeared into the bush immediately.

I wrote about dolphins farther above in the text. We could not find many other water animals, just some amphibias along the river border. Crustatians were very small, the larger animals were available at the market. Impressive was a kind of fish that goes ashore. I had never seen anything like that before. And finally there was one crocodile we could see while travelling along the river to the Sundarbans.

Belonging to the mammals are other kinds of wild cats, but we could not see any of them. At least we found footprints of otters. Cheetals did we not only see while hiking but also in the night from the ship. We were very impressed that the captain discovered the in the near forest in the complete darkness. Using a spot light he showed us where the animals were and we could actually see the reflections of the light in their eyes.

Other mammals we could see were monkeys. Only back home I discovered that on one of the pictures the monkey was holding a child on her arm. Really proud about myself I am because during the first excursion, sitting in the boat, I discovered a green snake in the dense green bush. No idea how I did it, maybe I have capabilities like Harry Potter.

Was sonst in Bangladesch?

In gerade mal knapp zwei Wochen kann man natürlich nicht alles sehen, was ein Land zu bieten hat. Für Inte­ressierte hier noch ein paar Ideen, was es sonst zu besichtigen gäbe:

  • Chittagong Hill Tracts
  • Putia und Natore
  • Monsun und Hochwasser
  • Mit Honigsammlern in die Sundarbans...
     

What else in Bangladesh?

No question, two weeks are not enough to see anything this country can give you. For those who are interested in more, there are some ideas on what else to explore:

  • Chittagong Hill Tracts
  • Putia and Natore
  • Monsoon and floodings
  • Go to the Sundarbans together with honey collectors...
Kleiner Krebs
Small crustacean
Libelle
Dragonfly
Mittwoch, 23.12.2009

Rückreise

Die Heimreise war nicht mehr besonders spannend. In Mongla verliessen wir das Schiff, wurden mit dem Auto zum Flughafen in Jessore gefahren und flogen von dort nach Dhaka, wo wir nochmals eine Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen gingen wir früh an den Flughafen und der lange Flug nach Hause in die Schweiz begann.

Wednesday, 23.12.2009

Travelling home

The returning home was not very interesting anymore. We left the ship in Mongla, were picked up by a car and driven to the airport in Jessore from where we flew back to Dhaka. There we spent another night. Early the next morning we went to the airport and boarded the long flight home to Switzerland.

 


 

Zum Abschluss dieses Reiseberichts möchte ich ganz herzlich meinen beiden Reisepartnern Marlies und Philippe für die wunderschöne gemeinsame Zeit danken. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich drei Menschen so gut vertragen, dass man solche Ferien zusammen verbringen kann. Und ein noch viel grösserer Dank gebührt Anke und Marcus für die tolle Organisation unserer Reise. Ohne Euch hätten wir sicherlich nicht so viel sehen können in dieser kurzen Zeit.

I would like to finish this travelogue with a very warm thank you to my travel buddies Marlies and Philippe for the great time we could spend together. It can not be taken for granted that three people match so well that they can spend such holidays together. Another, even bigger thank you goes to Anke and Marcus for the organization of our tour. We could never have seen that much in such a short time without you!


© 2017, Marco Nef
 
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