Bangladesch | Bangladesh09.12.2009 - 23.12.2009 |
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Dienstag, 15.12.2009 - Freitag, 18.12.2009 Die Zugfahrt von Srimongol nach Rajshahi war lange, einen ganzen Tag länger als geplant. Erstmals hatten unsere Kollegen versucht, an einem Tag zwei Zugstrecken zu kombinieren, zwei Stunden Umsteigezeit in Dhaka waren im Fahrplan eingerechnet. Gerade bei der Einfahrt konnten wir den anderen Zug noch sehen, leider bereits auf seinem Weg aus der Stadt hinaus. Also übernachteten wir nochmals in Dhaka, verloren dadurch zwar einen Tag unserer Ferien, aber das war nicht weiter schlimm. Wunderschön bemalte Rikschas
Beautifully painted rikshaws
Die Fahrt nach Rajshahi dauerte nochmals fünf lange Stunden, diesmal in der ersten Klasse, wo wir die Fenster nicht öffnen konnten. Bei der Ankunft warteten bereits hunderte Rikscha-Fahrer auf uns, wir wollten aber mit unserem ganzen Gepäck den Service eines Rikscha-Vans in Anspruch nehmen. Deren Ladefläche ist zwar nicht so bequem wie die Sitze der anderen Rikschas, aber wir konnten uns an die grossen Rucksäcke lehnen und die Beine hängen lassen. Bald waren wir am Wohnort unserer Kollegen angekommen und staunten über das grosse Haus, das sie bewohnten. Unsere Basis für die nächsten Nächte und der eigentliche Grund, nach Bangladesch zu kommen, war erreicht. Umzug zum Befreiungstag
Procession at Victory Day
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Tuesday, 15.12.2009 - Friday, 18.12.2009 Rikschas, Rikschas, Rickschas, ...
Have you seen any rikshaws?
The train ride from Srimongol to Rajshahi took longer than we had planned, a whole day actually. For the first time our friends had tried to combine two trains in one day, two hours for changing trains in Dhaka were scheduled. Just when we arrived in Dhaka we could see the other train pass by, on its way off the city. So we stayed another night in Dhaka, lost one day of our holidays, but that was no problem at all. Nur nicht lange suchen, um gefahren zu werden
Do not search too far for transportation
The ride to Rajshahi took another five long hours. This time we travelled first class where you cannot open the windows. When we arrived there were hundrets of rikshaw drivers waiting for us and the other travellers. We decided that we wanted to take a rikshaw van. The loading space is not very comfortable in comparison to the seats of the normal rikshaws, but we could lean against our backpacks and let our legs hang from the platform. After a short time we finally arrived at our friends place and were astonished about the size of the house they were living in. We had reached the basis for the next nights and the actual reason to travel to Bangladesh. | ||
Ufer des Padma (Ganges)Die Millionenstadt Rajshahi ist auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten von Bangladesch. Hier hat man aber gar nicht den Eindruck, sich in einer Grossstadt zu befinden. Die Stadt liegt am Ufer des Padma. So wird der aus Indien kommende Ganges in Bangladesch genannt. Am Ufer des Padma gibt es sogar so etwas wie eine Erholungszone, die man sicher besuchen sollte, wenn man sich in dieser Stadt aufhält. Es gibt sogar Sitzbänke, die wir für zum Essen der Samosas genutzt haben. Und übrigens: Es gibt auch einen McDonalds - oder wenigstens ein Lokal, das so angeschrieben ist. Waren werden am Ufer umgeladen
Goods are transshipped at the river bank
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Bank of Padma (Ganges)Flusstaxi zum Queren des Padma (Ganges)
River taxis for crossing the Padma (Ganges)
The city of Rajshahi where more than one million people live is the capital of the province of the same name in northwestern Bangladesh. But we never had the impression to be in a big city. It is located at the border of the river Padma. That is how the river Ganges, comming from India, is called in Bangladesh. Surprisingly, there is a relaxing area along the river that you might want to visit if you are spending some time in this city. There are benches that we used while eating samosas for lunch. By the way: There is a McDonalds - or at least a place that is called like that. | ||
Seidenfabrik in RajshahiDas wohl einzige Produkt aus Bangladesch, das wir in Europa kennen, sind Stoffe und die daraus produzierten Kleider. Fast jede grosse Kleiderkette verkauft solche Produkte, ich habe selber unter meinen T-Shirts auch mehrere gefunden. Die Produktion dieser für den Export bestimmten Kleidungsstücke findet in abgeschlossenen Fabriken statt. Die dort arbeitenden Schneider sind wahrscheinlich die einzigen mit Ausbildung, denn der Export verlangt beste Qualität. Die Besitzer dieser Fabriken gehören zu den wenigen Reichen im Land, dass sie ihre Arbeiter wenigstens angemessen entlöhnen bleibt zu bezweifeln. Eier der Seidenspinner (bombyx mori)
Eggs of the silkmoths (bombyx mori)
Rajshahi ist eines der Zentren der Seidenproduktion. Wir haben eine solche Fabrik besucht. Für Kunden gibt es hier auch eine kleine Ausstellung, wo man den Werdegang der Seide anschauen kann. Alles beginnt mit den Eiern des Seidenspinners - oder war zuerst der Falter? Wie auch immer, der Seidenspinner ist ein Falter, aus seinen Eiern schlüpfen die Seidenraupen und essen sich zuerst einmal fett, bevor sie sich zu Kokons verpuppen. Es wurde uns erklärt, dass die Kokons aus Indien weiss seien und somit wertvoller als die gelblichen aus Bangladesch. Verpuppte Seidenraupen (Kokon)
Pupulated silkworms (cocoon)
In der Puppe findet natürlicherweise die Metamorphose zum Falter statt, damit der Kreislauf von neuem beginnen kann. Der Kokon befindet sich aber auch im Interesse des Menschen, denn mit viel Geschick kann man daraus Seide produzieren. Sie werden in heissem Wasser aufgekocht, damit die Tiere sterben und die Seide weich wird. Die Arbeiterinnen in der Fabrik schaffen es irgendwie, den Anfang der Seide in diesen Kokons zu finden und fädeln diesen in die Maschinen ein. Aus den Fäden von vielleicht einem Dutzend Kokons wird ein Faden Seide hergestellt, der für unser Auge noch immer sehr dünn ist. Aufkochen der Kokons
Cooking of the cocoons
Dass es in diesen Fabriken Maschinen gibt, zeigt bereits, dass hier auch Geld verdient wird. Diese erste Maschine erzeugt grosse Spulen mit Seidenfäden. Diese werden danach zur Webmaschine gebracht, die aus den einzelnen Fäden einen Stoff webt. Dieser Bereich der Fabrik ist sehr laut, man hört nur noch die Technik, die rasend schnell Stoffe produziert. Nur wenn man ganz genau hinschaut, sieht man das Schiffchen mit dem Faden in der Maschine hin- und herflitzen. Muster werden über mechanische Computer programmiert, Lochkarten enthalten den Programmcode. Arbeiterinnen beim Aufrollen der Fäden
Workers supporting the rolling up of the threads
Ganz zum Schluss werden die Stoffe noch gefärbt, was Männerarbeit zu sein scheint. Alle vorangehenden Arbeiten werden durch Frauen erledigt. Im Obergeschoss der Fabrik hat es einen grossen Laden, wo man die Stoffe kaufen kann. Die Farben haben mich abgeschreckt, etwas zu kaufen. Sie passen zwar sehr gut in diese Region der Welt, aber bei uns in Europa würde man sich niemals mit solchen Kleidern auf die Strasse getrauen. Speicher mit dem Programm der Webmaschine
Memory that contains the program of the weaving machine
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Silk factory in RajshahiRaupen des Seidenspinners
Silkworms
Probably the only produce of Bangladesh that we know in Europe is drapery and clothes produced from them. Almost any clothing chain sells such products. I found some of my t-shirts are comming from Bangladesh. The production chain of such goods for export is located inside sealed factories. The people working there are probably the only ones with education as export requires the best quality. The owners of those factories are amongst the very few rich men of Bangladesh. I don't expect them to pay a lot to their employees. Seidenspinner als Falter
Silkmoths
Rajshahi is one of the centers of the silk production. We visited one silk factory. There even is a small exhibition for visiting customers where they show the whole production chain of silk. At the beginning there are the eggs of the silkmoths - or is it rather the moth? Anyway, the silkmoth is a moth, out of his eggs come the silkworms who eat as much as possible before they pupulate. They told us that the cocoons from India are white and by that more valuable than the yellow or golden ones from Bangladesh. Die Fäden werden sehr schnell aufgerollt
The threads are rapidly rolled up
In the nature inside the cocoon the metamorphosis to the moth happens, and the circle can start again. But the cocoon is also the thing people are most interested in. With lots of experience you can produce silk of them. They are cooked in hot water until the animals have died. The workers (all of them are women) in the factory somehow handle to find the beginnings of the threads in the cocoons and introduce them in the machine. Using the threads of about a dozen cocoons one thread of silk is produced. Even then it is still very thin and can hardly be seen. Webmaschine
Weaving machine
The fact that there are machines in the factories is a sign that they earn lots of money. The first machine puts the threads together on large rolls. The rolls are brought to the weaving machines that weaves drapery from the silk threads. This section of the factory is very noisy, you can only hear technology, working at very high speed. Only if you look very close you can identify the ship running from side to side with the thread. There are programs controlling the mechanical computers. programmed on sheets of paper with small holes. Arbeiterin an einer Webmaschine
Worker at a weaving machine
The final step is the coloring of the drapery which seems to be mens work. All the preceeding steps are womens work. On the upper floor of the factory there is a large sales room where you can buy the products. I didn't like the colors so I didn't buy anything. They might match perfectly to the people of this part of our planet but in Europe noone would ever walk around like that. | ||
Markt von RajshahiTeilweise hat hier der Lonely Planet recht: Der Markt ist ein Paradies für Photographen. Falsch ist leider die Information, auf welchen Markt man dafür gehen soll. Zum Glück waren wir mit unseren privaten, lokalen Führern unterwegs und verloren keine Zeit mit der Suche des richtigen Marktes. Hier gibt es tatsächlich unendlich viele Gelegenheiten für wunderschöne Photos, ich würde liebend gerne tagelang hier verbringen und die besten Motive suchen. Das wäre fast schon einen erneuten Besuch von Bangladesch wert. Stoffladen am Markt von Rajshahi
Drapery at the market of Rajshahi
Die Geschichte mit dem Stoff geht hier weiter. Ein ganzer Sektor des Marktes besteht aus Läden, wo bis zur Decke Stoffe gestapelt sind. Die Wahl ist riesig, entspricht farblich aber nur bedingt meinem Geschmack. Wenn man sich ein Hemd oder eine Hose nähen lassen möchte, so kauft man sich hier den Stoff und geht anschliessend ein paar Meter weiter zu einem Schneider, der die Masse nimmt und sich danach an die Arbeit macht. Die Qualität sowohl der verkauften Stoffe als auch der Näharbeit lässt aber ziemlich zu wünschen übrig. Dafür kostet es natürlich auch nicht viel. Ein Schneider präsentiert stolz seine Arbeit
A dressmaker proudly presenting his work
Während sich meine Kollegen Stoffe zeigen liessen und auch ein paar Meter kauften, machte ich mich alleine auf den Weg durch die angrenzenden Gassen. Der Markt ist fast vollständig überdacht, sich zu verirren wäre nicht schwierig. Wie überall in Bangladesch sind die Menschen sehr stolz, photographiert zu werden. Sie drängen einen regelrecht dazu, und mit einer Spiegelreflex-Kamera fällt man natürlich auf. Schon nach kurzer Zeit musste ich meinen Memory-Chip wechseln. Lustig ist hier auch der Einsatz eines Fischaugen-Objektivs, mit dem man trotz der Enge alles auf ein Photo kriegen kann. Hühner kauft man lebendig - das Fleisch ist frisch
Chicken are bought alive - their meat is fresh
Die einzelnen Sektoren des Marktes sind thematisch organisiert. Es gibt den Stoffmarkt, den Fleischmarkt, den Fischmarkt, den Gemüsemarkt, den Gewürzmarkt und auch noch einen Bereich mit Alltagsgegenständen wie Tonwaren und Teppichen. Auf dem Fleischmarkt stehen die Ziegen angebunden und die Hühner in engen Körben gesammelt herum. Wer Fleisch kauft, kann wählen, welches Tier er möchte. Das wird dann auf Wunsch gleich geschlachtet. So ist es wirklich frisch, aber man muss halt ertragen können, woher Fleisch wirklich kommt. Händler und Kunden sind ausschliesslich Männer
Traders and customers are mostly men
Das grösste Erlebnis war der Fischmarkt. Noch viel mehr als sonstwo wollten hier die Händer auf die Photos gebrannt werden. Jeder sammelte die besten Exemplare seines Standes und teilweise auch jener der Nachbarn und präsentierte voller Stolz. Manche lachten dabei sogar, was man selten sieht. Aus einem unerklärlichen Grund schauen die Menschen immer äusserst streng in die Kamera. Das ist kulturell bedingt, ich habe aber keine Ahnung wieso. Ein Fischhänder präsentiert seine Waren
A fish trader presenting his goods
Wenn ich in der Schweiz in einem Supermarkt gezwungen bin, durch die Fleischabteilung zu laufen, so stört mich immer der intensive Gestank (sorry, ich bin Vegetarier). Das war hier auf dem Markt erstaunlicherweise gar nicht so. Entweder war ich so stark mit photographieren beschäftigt, oder es gibt wirklich viel weniger Düfte in der Luft. Das ist natürlich ein gutes Zeichen, denn stark riechen tut bekanntlich eher schlechte Ware. Teppiche und andere Alltagsgegenstände
Carpets and other stuff
Meine weiteren Favoriten auf einem Markt sind wegen der schönen Farben immer auch der Gemüsemarkt und die Gewürze. Gemüse und Früchte gibt es viele Arten, die wir in Europa nicht kennen. Kürbisse in unbekannten Formen, Früchte in allen Farben, Grössen und Formen, aber auch importierte Waren wie Äpfel und Trauben. Besoners toll soll die Mango-Saison sein, wo man diese Früchte kiloweise kaufen und naschen kann. Gewürze ergeben immer farbenfrohe Photos
Spices are always colorful pictures
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Market of RajshahiStoffe für Hemden
Drapery for shirts
Partially it is correct what you can read in the Lonely Planet guide book: The market is a paradise for photographers. Wrong is the information which market it is. Fortunately we were travelling with our private, local guides and did not loose any time looking for the correct market. Really, there are infinite chances to take beautiful pictures. I would love to spend days here and look for the best motives. It would be worth to go to Bangladesh a second time for that. Beim Schneider
At the dressmarker's
The story of the drapery continues here at the market. A whole sector is shops that are stuffed with drapery all the way to the ceilings. The choise is immense, but as I said before it does not really match my favourites. If you like to buy a shirt or trousers just buy the drapery you like and walk a few meters to the next dressmaker. He will measure your size and start working. The quality of the drapery and also the dressmaking work is not so good, unfortunately. But it doesn't cost much, eighter. Importierte Äpfel am Fruchtmarkt
Imported apples are sold at the fruit market
While my friends inspected the drapery and bought some meters I started to walk around the closest sectors The marked is mostly under a roof, it would not be surprising to loose ones track here. As anywhere else in Bangladesh people like it and are proud if you take a picture. The actually ask you to take a picture, and those few who carry an SLR are seen from far. After a short time I had to change the memory chip. Funny is also to use a fisheye lens. It allows to bring much of the narrow shops to the pictures. Gemüsemarkt - nach Gewicht
Vegetables - sold by weight
The different sectors of the market are organized thematically. There is the drapery market, the meat market, the fish market, vegetables market and the one for spices. Another sector is for hardware like pottery and carpets. At the meat market there are goats standing around and chicken are packed together in boxes. Those who buy meat first have to choose the animal. It is slaughtered immediately and the customer can take the meat home. Like that it is really fresh. But you must be able to take the truth where meat comes from. Biggest fun was the fish market. Even more than at the other sectors the traders wanted me to take pictures. They collected the best fish they could find at their own booth as well as at the neighbors one and proudly presented it for the pictures. Some were smiling what you can see seldom. For a reason I don't know people in Bangladesh always look very stiff into the camera. It must have a cultural reason. Betelnüsse
Betel nuts
When I am in a supermarket in Switzerland and have to walk along the meat section I always hate the intensive smell there (sorry, I'm vegetarian). Surprisingly here at the open market it is different. Eighter I was so much into taking pictures or there really are less smells in the air. This is a clear sign that the goods are fresh as bad smells usually come from bad goods. Tonwaren
Pottery
My other favourites at a market are the vegetable market and the one with spices. It is because of the phantastic colors. There are many kinds of fruit and vegetables that cannot be bought in Europe. Pumpkins of shapes we don't know, fruits of all colors, sizes and shapes, but also imported goods like apples and grapes. It is said that the best season is the mango season when you can buy and eat them in huge amounts. |
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http://www.shima.ch/bangladesh/09/rajshahi.php
© Marco Nef, 2012
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