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19.08.2007: Klettersteig Jägihorn (Wallis) | Via ferrata Jägihorn (Wallis)

Natürlich durfte es auch in diesem Jahr nicht an einem Klettersteig fehlen. Zusammen mit Nicole und Dani bin ich für ein Wochenende nach Saas-Fee gereist. Eigentlich war es ja ein Planungsfehler, dass wir das Hotel nicht in Saas-Grund reserviert hatten, denn alles wurde sehr kurzfristig organisiert. Als wir die wunderschöne Gletscherwelt oberhalb Saas-Fee sahen, wussten wir aber sofort, dass dies kein Verlust war. Und schliesslich ist man in zehn Minuten mit dem Bus in Saas-Grund unten.

Klettersteig Jägihorn: Aufstieg (rot), Abstieg (blau)
Via ferrata Jegihorn: Ascent (red), descent (blue)

Saas-Grund ist der eigentliche Ausgangspunkt zum Klettersteig am Jägihorn. Die Bergbahn bringt die Wanderer auf den Kreuzboden. Dort muss man den Wanderweg etwas suchen, wir sind mehr oder weniger direkt zum Einstieg gewandert. Der Klettersteig ist auch recht beliegt, sodass es immer mehrere Kletterer hat, die den Weg suchen. Auf jeden Fall empfehlenswert ist allerdings, eine der ersten Bergbahnen zu nehmen, damit man möglichst viel Zeit für die Kletterei hat. Für den Klettersteig sowie den Ein- und Ausstieg muss man mit rund sechs Stunden rechnen.

Lücke zwischen den zwei Gipfeln mit der kaum sichtbaren Seilbrücke
Valley between the two tops with the hardly recognizable Nepal bridge

Als wir Informationen über den Klettersteig suchten, begannen wir mit Reiseführern. Diese beschreiben diesen Klettersteig, erwähnen aber nirgends eine Seilbrücke. Da die auf diesem Steig eingebaute Seilbrücke doch immerhin 60 Meter lang ist, sollte das doch nicht unerwähnt sein. Trotzdem fanden wir auf dem Internet immer wieder Photos dieser Seilbrücke. Nach einiger Suche entdeckten wir dann in einem Forum doch noch einen Kommentar, der klarstellte, dass die Seilbrücke erst im Jahr 2003 eingerichtet wurde und umgangen werden kann.

Der Einstieg war also rasch und einfach gefunden. Jetzt galt es, den Klettersteig in Angriff zu nehmen. Von Beginn weg geht es recht steil rauf, allerdings sind die Griffe am Fels immer optimal, wem das nicht reicht, der kann sich in die Seile hängen. Im Gegensatz zum Klettersteig in Braunwald [1] [2] hat es allerdings massiv weniger künstliche Strukturen, die psychisch für mehr Sicherheit sorgen.

Perspektive aus dem Klettersteig
Via ferrata impression

Meiner persönlichen Meinung nach war dieser Klettersteig der bisher anstrengendste. Es gibt kaum Simse, auf denen man sich ausruhen kann. Der Steig ist meistens beinahe senkrecht, was entsprechenden Kraftaufwand verlangt. Gleichzeitig ist es aber auch einer der schönsten Klettersteige. Die Aussicht ist phänomenal, jederzeit kann man in mehrere Richtungen Gletscher auf den umgebenden 4000ern erblicken. Der Fels ist von hervorragender Qualität und kaum brüchig - wobei diese Aussage nicht dazu verleiten soll, den Helm zuhause zu lassen. Und dank der Sonneneinstrahlung sind der Fels und das Stahlseil auch schön warm und angenehm zu berühren.

Letzte Leiter vor dem Grat
Last ladder before reaching the ridge

Der erste und längste Teil des Klettersteigs geht auf den Grat neben dem Jägihorn, der durch eine Lücke abgetrennt ist. Wenn man den Grat erreicht hat, so geht es erst mal wieder nach unten. Auf halbem Weg muss man sich dann entscheiden, ob es über die Seilbrücke gehen soll oder ganz in die Lücke hinunter und dann wieder hinauf auf das Jägihorn. Wenn man die Brücke nimmt, so kann man sich zwar einen grossen Teil des Ab- und Aufstiegs sparen, aber am anderen Ende der Brücke kommt ein längerer Aufstieg, der teils überhängend und mit KS4-5 schwieriger als der alte Weg bewertet ist. Wen also die Kraft bereits ein bisschen im Stich lässt, der sollte den alten Weg einschlagen.

Seilbrücke
Nepal bridge

Bald darauf erreicht man den Gipfel des Jägihorn. Wir brauchten vom Kreuzboden bis dahin rund 3.5 Stunden, also war es höchste Zeit, um das Mittagessen einzunehmen. Man wird hier ziemlich sicher nicht alleine sein, es hat aber genügend Platz auch für grössere Gruppen. Die Aussicht ist unbeschreiblich, sodass man sich fast nicht mehr lösen kann. Es lohnt sich auch, die Muskeln etwas zu entspannen, denn der Abstieg wird nochmals fast zwei Stunden benötigen.

Letzte Meter vor dem Gipfel
Last meters before the top

Der Abstieg ist nicht mehr wie ein Klettersteig gesichert, jedoch weiterhin ein weiss-blau-weisser Weg. Es geht sehr steil nach unten, Trittsicherheit ist ein absolutes Muss. Nur die letzten Meter auf der Skipiste sind dann flach. Erholen kann man sich im Bergrestaurant Kreuzboden oder unten in Saas-Grund. Wir haben das nächste Postauto nach Saas-Fee genommen und uns nach der Dusche im Hotel zur Belohnung ein wunderbares Nachtessen gegönnt.

Gletscherwelt oberhalb Saas-Fee
Glaciers above Saas-Fee

We definitely had to another via ferrata this year. Together with Nicole and Dani I went to Saas-Fee to spend a weekend in Wallis. Actually it was a planning error that we ended up, there. I might have been a better choice to make a reservation in a hotel in Saas-Grund. But such things happen if things have to be done very fast. Anyway, when we arrived in Saas-Fee and were overhelmed by the view of the glaciers above that town, we knew that it was no mistake at all. And after all, it does not take more than ten minutes by bus to get to Saas-Grund.

Dani und Nicole im Aufstieg
Dani and Nicole ascending

Saas-Grund is where you have to take the cabin to Kreuzboden. There you have to look for the hiking trail to the beginning of the via ferrata. We tried to walk as directly as possible. As the via ferrata is quite popular there probably always are some other climbers that give an idea about where to look for the beginning. Anyway, it is highly recommended to take one of the first cabins. This gives you more time for climbing. You have to count with about six hours for the via ferrata, including ascent and descent.

Trift Gletscher
Trift glacier

We were looking for information about this via ferrata as well in travel books as on the Internet. The books describe this via ferrata in detail but do not mention a Nepal bridge. On the contrary, there are many pictures of that bridge on the Internet. We thought that it should be mentionend as it is immense 60 meters long. Finally we found some information in a forum that said that the bridge was only installed in the year 2003 and can be skipped by taking the old path.

Gipfel des Jägihorn
Top of Jegihorn

So it was not difficult to find the beginning of the via ferrata. Now we had to do it. From the beginning it is quite steep. There always are very good rock handles that make it quite easy. Those who need more than rock can always take a hold to the steel rope. In contrast to the via ferrata of Braunwald [1] [2] there is much less artificial structures that might push you psychically.

Seilbrücke
Nepal bridge

In my opinion this via ferrata is the most strenuous that I have done so far. There are almost no places where you can take in a breath and relax a little. The wall almost always is very steep and by that needs much muscle power. Nonetheless, this definitely also is one of the most beautiful via ferrata. All the time you can enjoy a phenomenal view, seeing the glaciers on the surrounding 4000 meters high mountains. The rock is very solid and does not break often - this shall not invite you to leave your helmet at home. And thanks to the sun the rock and the cables are nicely warm and comfortable to touch.

The first and longest section of the via ferrata climb to the top of the ridge next to Jegihorn. That ridge is separated from Jegihorn by a small valley. After having reached that ridge you first have to climb down. Half way down you have to decide whether you like to take the the bridge or rather want to climb all the way down and up again to the top of the Jegihorn. By taking the bridge you save some time as you do not have to go all the way down, but at the other end of the bridge there is a ery steep ascent, partially overhanging and rated KS4-5. That is much more difficult than the old way. This means that those who have become a little tired to that point should consider taking the easier way.

Mittagessen auf dem Gipfel des Jägihorn vor dem langen Abstieg
Lunch on top of Jegihorn

It is not far from there to the top of Jegihorn. It took us about 3.5 hours from Kreuzboden to the top. So it was high time for a good lunch. You probably won't be the only one on the top, but as there is plenty of space even larger groups might enjoy the place. The view is undescribable. You might not want to go down anymore. But you probably want to relax you muscles as the descent will take another two hours.

The descent is not secured a a via ferrata anymore. But it still is a white-blue-white trail. It is very steep and you definitely need to know how to walk on such trails. Only the last few meters along the skiing piste are a little flat. The mountain restaurant at Kreuzboden is a good place to relax, or take the cabin down to Saas-Grund and look for some refreshment. We took the bus back to Saas-Fee and, after a shower at the hotel, enjoyed a great dinner.


Siehe auch | See also

 
Shima
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