Donnerstag, 2. Februar 2012

Live | Ushuaia, Buenos Aires, Madrid, Zürich

Vor über 33 Stunden sind wir in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt gestartet (hier gibt es so wenig zu sehen, dass ein Italienerpärchen sogar den Flug auf einen früheren Zeitpunkt umgebucht hat). Nach vier Stunden anstehen, zwölf Stunden warten, drei verspäteten und einem verpassten Flug, vielen Turbulenzen und einem von Iberia gesponserten Snack in Madrid sind wir zurück in der verschneiten Schweiz und können auf sechs wunderschöne, eindrückliche und abwechslungsreise Wochen in Südamerika zurückschauen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgelesen und/oder Kommentare geschrieben haben. Photos folgen so schnell wie möglich...

Mittwoch, 1. Februar 2012

Live | PN De Agostini & PN Cabo de Hornos

Die letzten Tage auf der luxuriösen All-inclusive-Expeditionskreuzfahrt ans Ende der Welt (mit Weinen, die ich sogar selbst im Keller habe) waren überwältigend, obwohl wir das Durchschnittsalter der Passagiere ziemlich hinuntergedrückt haben.
So konnten wir zum Beispiel in unserer Kabine auf dem Bett liegen und draussen den Delfinen und Walen zuschauen. Ausserdem haben wir mit dem Kayak einen Biber verfolgt (diese Aktivität war nur für «sportliche» Leute, entsprechend haben sich nur ein Schotte, der zum Abendessen jeweils den Kilt trug, Sabine und ich angemeldet), See-Elefanten- und Pinguin-Kollonien beobachtet und dutzende Gletscher und Fjorde im Parque National Alberto Maria De Agostini von nah und fern erkundet.
Höhepunkt war aber sicherlich die Landung am mythischen Kap Horn, wo wir am eigenen Leibe erfahren konnten, was es bedeutet, wenn das Wetter innert Sekunden von Sonnenschein zu Hagelsturm wechselt.

Samstag, 28. Januar 2012

Live | Punta Arenas & PN Pali Aike

Nach unserer Ankunft in Punta Arenas durften wir als erstes erfahren, dass man im Hostal nichts von unserer Reservation weiss. Im dritten Anlauf haben wir dann eine andere Bleibe gefunden (sogar mit Privatbad; dann ist es nicht so schlimm, dass man hier, wie in ganz Südamerika, das Klopapier in einen Behälter neben der WC-Schüssel schmeisst).
Da man die grösste Stadt im chilenischen Südpatagonien wahrscheinlich etwa so schnell erkundet hat wie einen beliebigen Ort in der russischen Tundra, sind wir abends mit einem Boot zur Isla Magdalena gefahren; dort ist eine riesige Pinguin-Kollonie zu Hause. Ausserdem haben wir mangels öffentlicher Verkehrsmittel eine organisierte Tour in den Parque National Pali Aike gemacht, wo wir neben Vulkanen auch Füchse, Ñandùs (ähnlich einem Strauss) und Guanacos (eine Lama-Art) gesehen haben.
Zum Abschluss unserer Hochzeitsreise startet heute Abend die fünftägige Expeditionskreuzfahrt durch Feuerland bis zum Kap Horn - das politisch zur Antarktis gehört - und dann weiter nach Ushuaia in Argentinien...

Mittwoch, 25. Januar 2012

Live | PN Torres del Paine

Zurück aus der eindrücklichen Welt des Parque National Torres del Paine, geduscht, neue Kleider, Perskindol für die Schultern. Einmal mehr hatten wir bestes Wetter; kein einziger Tropfen kam vom Himmel.
Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Campamento Chileno, um früh morgens zur mirakulösen Lagune vor den Granitfelsen wandern zu können, die dem Nationalpark den Namen gegeben haben. Anschliessend ging es wieder hinunter ins Tal zum Camping Las Torres und am Tag darauf hinüber zum Campamento Los Cuernos. Hier mussten wir uns je zwei Toiletten und Duschen mit über hundert anderen Wandervögeln teilen, weil sich im Moment aufgrund des Waldbrandes alles auf ein paar Campgrounds konzentriert. Jedenfalls blieben wir trotz Wurzel durchzogenen Untergrunds zwei Nächte, um dazwischen einen Ausflug ins himmlische Valle del Francés machen zu können.
Es ist tragisch zu sehen, welchen Schaden ein paar Dummköpfe anrichten können, die sich nicht an die Regeln halten. Morgen sollte anscheinend ein weiterer Teil des Parks wieder öffnen. Leider zu spät für uns; dann werden wir schon in Punta Arenas sein...

Donnerstag, 19. Januar 2012

Live | Puerto Natales

Mittlerweile haben wir Erfahrungen gesammelt, wie lange es dauert, um einen ganzen Bus voll Leute an einem einzigen Schalter beim Grenzübertritt abzufertigen; einmal auf argentinischer und einmal auf chilenischer Seite.
Puerto Natales gilt als Basis für Ausflüge in den Parque National Torres del Paine. Im Gegensatz zu El Calafate hat man es geschafft, nicht vollends zum Touristen-Mekka zu werden. Morgen wollten wir eigentlich die legendäre Wanderung namens «W» machen, da aber ein paar Israelis vor drei Wochen meinten, man könne trotz des Verbots ein Feuerchen machen, ist ein grosser Teil des Nationalparks abgebrannt und die Polizei immer noch im Einsatz. Wir machen deshalb ein «U» mit vier Übernachtungen auf drei verschiedenen Campgrounds in bereits aufgestellten Zeltern (sogar mit «Mätteli»); so etwas ist im organisierten Chile tatsächlich möglich. Dafür ist das Leben hier generell leicht teurer.
Heute hat sich wieder einmal gezeigt, wie klein die Welt ist; wir haben per Zufall einen Freund aus der Schweiz getroffen. Ausserdem hatten wir die beste Pizza, die wir in ganz Südamerika gegessen haben; das Restaurant wird anscheinend von einer Schweizerin geführt und hat sogar Mousse de Toblerone auf der Karte.

Dienstag, 17. Januar 2012

Live | El Chaltén & PN Los Glaciares II

Die Busfahrt nach El Chaltén dauerte etwas mehr als drei Stunden. Nach der obligatorischen Einführung durch einen Ranger des Parque Nacional Los Glaciares haben wir ein Zelt, «Mätteli», einen Gasbrenner und eine Pfanne gemietet; all das für nur 13 Franken pro Tag. Mit Nahrungsmitteln hatten wir uns bereits in El Calafate eingedeckt.
Es folgte der Aufstieg in Richtung Monte Fitz Roy, wo wir unser Basislager auf einem kostenlosen Campground aufgeschlagen haben. Am nächsten Morgen sind wir zur Laguna de los Tres aufgestiegen, von wo sich der Granitriese vor blauem Himmel präsentierte. Nachmittags ging es über einen Felshaufen zur Laguna Piedras Blancas.
Am dritten Tag wanderten wir auf einem wunderschönen Weg entlang mehrerer Seen hinüber auf die Seite des Cerro Torre, wo wir eine weitere Nacht - wiederum ohne fliessendes Wasser - verbracht haben.
Heute haben wir den Abstieg nach El Chaltén gemacht und dann gleich den Bus zurück nach El Calafate genommen; morgen geht es weiter nach Puerto Natales in Chile...

Samstag, 14. Januar 2012

Live | El Calafate & PN Los Glaciares I

Der Flug von BA in den argentinischen Teil Südpatagoniens dauerte nur etwas mehr als drei Stunden. Leider sank auch die Temperatur alle acht Minuten um 1°C.
El Calafate sieht etwa gleich aus wie Jasper, Banff oder Moab in Nordamerika, oder wie jedes andere Dorf, das hauptsächlich von Touristen mit Trekkingschuhen bevölkert wird. Hier gibt es aber ein wunderschönes Vogelschutzgebiet und ein paar wirklich tolle, von «Blumenkindern» inspirierte Restaurants.
Heute sind wir zum Perito-Moreno-Gletscher gefahren, haben ihm beim Kalben zugeschaut und uns zum Schluss sogar mit Steigeisen darauf bewegt. Das intensive Blau dieses Gletschers ist unglaublich!
Morgen nehmen wir den Bus nach El Chaltén, mieten uns ein Zelt und gehen dann für vier Tage wandern...

Dienstag, 10. Januar 2012

Live | Buenos Aires

Entweder man mag Tango oder Rindfleisch, sonst kommt man wohl nicht nach BA, der Hauptstadt Argentiniens. Für uns ist es eher letzteres. Da unser Nachtflug bereits nach weniger als sechs Stunden aufsetzte, kamen wir total übermüdet an. Später in Palermo öffneten sich die Türen unseres Bed & Breakfasts erst nach viermaligem Leuten; scheinbar pflegt der Besitzer an einem Sonntagmorgen um 8 Uhr noch zu schlafen...
In den letzten 2½ Tagen sind wir mehrheitlich herumgelaufen oder haben die «Subte» benutzt, wie hier die U-Bahn heisst. Da das bei 35ºC nicht wirklich toll ist, sind wir oft in irgendwelche Geschäfte «eingedrungen» und haben Interesse vorgetäuscht, nur um ein paar Luftzüge der Klimaanlage abzukriegen. Daneben kann man sich auch in den vielen Cafés mit wirklich guter Patisserie ein bisschen abkühlen.
Ziel jedes Einkaufs war es, eine 100-Peso-Note zu wechseln. Zwar spucken alle Geldautomaten diese Dinger aus, die umgerechnet einen Wert von weniger als 25 Franken haben, doch akzeptiert sie fast niemand. Na ja, wenn man bedenkt, dass wir unsere gesamte Dreckwäsche für weniger als 5 Franken waschen und zusammenlegen lassen konnten, erstaunt das weniger.

Samstag, 7. Januar 2012

Live | Parque Nacional Galápagos II

Wir sind gerade wieder auf dem Festland von Ecuador angekommen und warten auf unseren Weiterflug nach Buenos Aires...
Es war eine wundervolle Woche auf den Spuren der Evolution. Auch im zweiten Teil haben wir eine Menge erlebt, zum Beispiel waren wir Schnorcheln mit Riff- und Hammerhaien, sowie verschiedenen Rochen. Gestern folgten unserem Boot ein paar Delfine, die sogar Luftsprünge vollführt haben; einfach genial! Dazu gesellte sich ein Manta-Rochen.
Jetzt ändern sich die Zeiten; wir werden nicht mehr nach Strich und Faden verwöhnt, sondern müssen unsere Backpacks wieder selbst schleppen...

Dienstag, 3. Januar 2012

Live | Parque Nacional Galápagos I

Am 31. Dezember 2011 sind wir in einer Welt gelandet, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Mittlerweile sind wir schon vier Tage auf einem wunderschönen Boot mit bestem Essen unterwegs: der Galapagos Voyager. Langsam kriegen wir die «Landkrankheit»; alles schwankt.
Riesenschildkröten, Iguanas, Pelikane, Albatrosse, Schnorcheln mit Seelöwen und Meeresschildkröten, Rochen, zwischen Seelöwen an einem fantastischen Sandstrand liegen; es ist einfach unbeschreiblich! Und wir sind erst in der Hälfte...
Wir wünschen allen ein wunderschönes neues Jahr!